Die Kornit Digital Aktie legte im vorbörslichen Handel am Mittwoch um 7,3 Prozent auf 15,28 Dollar zu. Auslöser war die Veröffentlichung der Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025, die bei den Anlegern zunächst für Erleichterung sorgten.
Der israelische Anbieter von Digitaldrucklösungen für die Textilindustrie erzielte im Schlussquartal 2025 einen Umsatz von 58,9 Millionen Dollar – am oberen Ende der eigenen Prognose und knapp unterhalb der Analystenschätzungen von 59,1 Millionen Dollar. Beim Gewinn je Aktie übertraf das Unternehmen mit 0,18 Dollar hingegen die Erwartungen von 0,13 Dollar deutlich.
Wachstum durch neues Geschäftsmodell
Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte Kornit Digital einen Umsatz von 208,2 Millionen Dollar, was einem Anstieg von zwei Prozent gegenüber 2024 entspricht. CEO Ronen Samuel betonte, dass das Unternehmen alle selbst gesteckten Ziele erreicht habe: Rückkehr zu Wachstum, positives EBITDA und starker operativer Cashflow von 24,4 Millionen Dollar.
Besonders wichtig für die künftige Entwicklung ist die Umstellung auf ein wiederkehrendes Erlösmodell. Das sogenannte AIC-Programm (Abo-ähnliches Impressionsmodell) generierte 2025 bereits 15,2 Millionen Dollar Umsatz – ein Anstieg von über 300 Prozent gegenüber 3,3 Millionen Dollar im Vorjahr. Das jährlich wiederkehrende Umsatzvolumen (ARR) erreichte zum Jahresende 25 Millionen Dollar. Diese Verträge laufen typischerweise über fünf Jahre und sorgen für planbare Einnahmen.
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Apollo-System gewinnt an Fahrt
Die Zahl der gedruckten Impressionen – ein wichtiger Indikator für die Systemauslastung – stieg im vierten Quartal stark zweistellig und über das Gesamtjahr um elf Prozent auf 243 Millionen. Besonders erfolgreich entwickelte sich das Apollo-System für Großauflagen: 40 Prozent der bestehenden Apollo-Kunden orderten 2025 ein zweites oder weiteres System.
Mehr als 40 Prozent aller Systemverkäufe gingen an Neukunden, darunter viele traditionelle Siebdrucker, die erstmals auf Digitaldruck umsteigen. Das polnische Unternehmen TopQ etwa bestellte ein Apollo-System, um Teile seiner Großserienproduktion zu digitalisieren. In den USA setzen Firmen wie Cedar Stream und Real Thread auf die Atlas MAX-Plattform, um Siebdruck durch digitale Verfahren zu ersetzen.
Auch Bestandskunden bauen ihre Kapazitäten aus: Der US-Sportartikelhändler Zumiez installierte sein zweites Apollo-System zusätzlich zu einer bestehenden Atlas MAX Plus-Flotte. Der britische Textilproduzent Basic Thinking orderte ebenfalls ein zweites Apollo-System im Rahmen des AIC-Programms.
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Vorsichtiger Ausblick dämpft Euphorie
Für das erste Quartal 2026 rechnet Kornit Digital mit Umsätzen zwischen 45 und 49 Millionen Dollar. Die EBITDA-Marge soll zwischen minus zehn und minus vier Prozent liegen – ein saisonales Muster, da die Profitabilität traditionell in der ersten Jahreshälfte niedriger ausfällt.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum an. Diese verhaltene Prognose spiegelt die bewusste Entscheidung wider, den Übergang zum AIC-Modell zu beschleunigen. Während dies kurzfristig das Umsatzwachstum bremst, erhöht es die langfristige Planbarkeit der Geschäftsentwicklung. CFO Assaf Zipori erklärte, dass mittlerweile über 83 Prozent der Umsätze wiederkehrend oder gut vorhersehbar seien.
Das Unternehmen erwartet eine stärkere Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2026, unterstützt durch höhere Systemauslastung und neue Produkteinführungen. Auf der Kundenveranstaltung „Connection“ vom 12. bis 14. April in Miami will Kornit Digital mehrere Innovationen vorstellen, darunter neue Anwendungen im Bereich Sportbekleidung und Schuhe.
In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie 42,9 Prozent an Wert verloren. Mit einem Schlusskurs von 14,24 Dollar am Dienstag notiert der Titel noch weit unter früheren Höchstständen. Die positive Kursreaktion auf die Quartalszahlen zeigt jedoch, dass Investoren die strategische Neuausrichtung grundsätzlich honorieren – die Bewährungsprobe folgt in den kommenden Quartalen.
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