Kraft Heinz Aktie: Jefferies erhöht den Druck

Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz verzeichnet sinkende Umsätze und einen Milliardenverlust. Analyst Jefferies senkt das Kursziel und zweifelt am neuen Turnaround-Plan des Managements.

Kraft Heinz Aktie
Kurz & knapp:
  • Jefferies senkt Kursziel auf 20 US-Dollar
  • Konzern meldet Milliardenverlust und rückläufige Umsätze
  • Neue Strategie setzt auf 600-Millionen-Investitionsprogramm
  • Aktie notiert mit hoher Dividendenrendite und niedrigem KGV

Neun Quartale in Folge schrumpfende organische Umsätze, ein Nettoverlust von 5,85 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2025 und nun eine weitere Kurszielabsenkung durch Jefferies — für Kraft Heinz verdichten sich die Belastungsfaktoren. Die Aktie beendete gestern eine sechs Sitzungen andauernde Gewinnserie mit einem Rücksetzer.

Jefferies senkt Kursziel auf 20 Dollar

Jefferies Financial Group hat das Kursziel für Kraft Heinz auf 20 Dollar gesenkt und signalisiert damit wachsende Zweifel an der Umsetzbarkeit des neuen Strategieplans. Das Bild unter den Analysten ist ohnehin trüb: Von 20 erfassten Analysten votieren 15 mit „Neutral“ und vier mit „Sell“.

Im Mittelpunkt der Skepsis steht der strategische Schwenk unter dem seit Januar amtierenden CEO Steve Cahillane. Die zuvor diskutierte Aufspaltung des Konzerns in Wachstums- und Legacy-Marken wurde begraben. Stattdessen setzt das Management auf ein internes Turnaround-Programm mit einem Investitionsvolumen von 600 Millionen Dollar — gerichtet auf Marketing, Vertriebsinfrastruktur und Produktentwicklung.

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Solider Cashflow, aber strukturelle Schwäche

Die Jahreszahlen 2025 unterstreichen die Herausforderungen. Der Gesamtumsatz sank um 3,5 Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar, die organischen Erlöse gingen um 3,4 Prozent zurück. Besonders auffällig: Die Volumen- und Mixkomponente fiel um 4,1 Prozentpunkte — ein Zeichen, dass Kunden weniger kaufen und günstigere Produkte bevorzugen.

Auf der Habenseite steht ein freier Cashflow von 3,7 Milliarden Dollar, ein Plus von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Genau diesen Cashflow will das Management nutzen, um das 600-Millionen-Programm zu finanzieren.

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Berkshire Hathaway als Großaktionär hat die Entscheidung gegen eine Aufspaltung stillschweigend mitgetragen — das Unternehmen hat historisch die bestehende Konzernstruktur bevorzugt.

Bewertung und nächste Meilensteine

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 10,5x auf bereinigter Basis und einer Dividendenrendite von etwa 7,1 Prozent handelt die Aktie deutlich günstiger als Wettbewerber wie General Mills, der bei einem Forward-Multiple von 14x notiert. Ob das als Kaufargument taugt, hängt davon ab, ob die 600-Millionen-Investition die Volumenschwäche tatsächlich dreht.

Gelingt das nicht, rückt das von Jefferies genannte Kursziel von 20 Dollar als nächste Unterstützungsmarke in den Fokus — nur knapp über dem aktuellen Niveau.

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