Kraft Heinz Aktie: Veröffentlichte Marktdaten

Kraft Heinz verschiebt die geplante Aufspaltung und investiert stattdessen 600 Millionen Dollar in Marketing. Der neue CEO fokussiert auf die Stärkung der Marken, während Großaktionär Berkshire Hathaway seine Position abbaut.

Kraft Heinz Aktie
Kurz & knapp:
  • Aufspaltungspläne auf unbestimmte Zeit verschoben
  • 600 Millionen Dollar für Marketing und Innovation
  • Berkshire Hathaway beginnt mit Verkauf der Beteiligung
  • Neue Führung fokussiert auf Markenstärkung und Effizienz

Die Trennung ist vom Tisch, dafür fließen 600 Millionen Dollar in Marken und Marketing. Kraft Heinz vollzieht unter neuem Chef eine strategische Kehrtwende – und räumt dabei ein, dass das Unternehmen noch nicht stark genug für eine Aufspaltung ist. Gleichzeitig steigt Großaktionär Berkshire Hathaway aus.

Spaltungspläne auf Eis gelegt

Am 11. Februar 2026 gab Kraft Heinz bekannt, die erst im September 2025 angekündigte Aufspaltung in zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Die Begründung: Die Bedingungen in der Lebensmittelbranche hätten sich deutlich verschlechtert.

CEO Steve Cahillane, der erst zum Jahreswechsel von Kellanova zu Kraft Heinz kam, formulierte es in seinem ersten Earnings Call deutlich: Die Organisation sei „noch nicht gesund genug, um als zwei separate Einheiten zu bestehen“. Ein Rückgang von Volumen und Mix um fünf Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2025 habe gezeigt, dass das Fundament zunächst repariert werden müsse.

Statt der Aufspaltung investiert Kraft Heinz nun 600 Millionen Dollar in Marketing, Vertrieb und Forschung. Die Verschiebung soll zudem 300 Millionen Dollar Kosten im laufenden Jahr einsparen.

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Neuer Nordamerika-Chef ernannt

Am 23. Februar übernahm Nicolas Amaya die Führung des Nordamerika-Geschäfts – der wichtigsten Region für Kraft Heinz. Amaya war zuletzt bei Kellanova tätig, demselben Unternehmen, aus dem auch CEO Cahillane stammt. Sein Vorgänger Pedro Navio schied nach eigenen Angaben aus, um andere Möglichkeiten zu verfolgen.

Die Personalie unterstreicht den Neustart unter Cahillane, der das Unternehmen auf Wachstum durch Markenstärkung trimmen will. Bei der CAGNY-Konferenz am 19. Februar legte das Management konkrete Ziele vor: Marketing-Ausgaben sollen auf 5,5 Prozent vom Umsatz steigen (2025: 4,9 Prozent), F&E-Investitionen um rund 20 Prozent zunehmen.

Schwache Quartalszahlen, vorsichtiger Ausblick

Im vierten Quartal 2025 übertraf Kraft Heinz mit 0,67 Dollar je Aktie die Gewinnerwartungen um sechs Cent. Der Umsatz von 6,35 Milliarden Dollar lag jedoch leicht unter den Prognosen. Organisch sanken die Erlöse um 4,2 Prozent, die bereinigte Bruttomarge schrumpfte um 130 Basispunkte auf 33,1 Prozent.

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Für 2026 rechnet das Management mit einem organischen Umsatzrückgang von 1,5 bis 3,5 Prozent und einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,98 und 2,10 Dollar. Inflationsdruck und Belastungen durch geringere SNAP-Leistungen (Lebensmittelmarken) belasten die Entwicklung.

Berkshire Hathaway steigt aus

Zusätzlicher Druck kommt von Großaktionär Berkshire Hathaway. Warren Buffetts Investmentgesellschaft, die rund 28 Prozent an Kraft Heinz hält, hat formell mit dem Abbau der Position begonnen. Die Beteiligung gilt als Erbe der Fusion von 2015 – ihr Verkauf wird als erstes großes „Aufräumen“ unter Berkshires neuem CEO Greg Abel interpretiert.

Die Dividende bleibt trotz der Herausforderungen stabil: 0,40 Dollar je Aktie werden am 27. März ausgeschüttet. Kraft Heinz will im zweiten Halbjahr 2026 Marktanteile zurückgewinnen und sich für Wachstum im Jahr 2027 positionieren. Die Aufspaltung bleibt langfristig denkbar – aber nur als „Belohnung für Leistung“, wenn das nordamerikanische Geschäft aus eigener Kraft wächst.

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