Kraft Heinz: BofA stuft Dividende als Risiko ein

Kraft Heinz veröffentlicht am 6. Mai 2026 die Quartalszahlen. Analysten sehen die Dividende angesichts operativer Verluste und Kursverlusten gefährdet.

Kraft Heinz Aktie
Kurz & knapp:
  • Quartalszahlen am 6. Mai 2026
  • Operativer Verlust von 4,7 Milliarden Dollar
  • Hohe Dividendenrendite von über 7 Prozent
  • Kein Analyst empfiehlt den Kauf

Eine Dividendenrendite von über 7 Prozent klingt verlockend — bei Kraft Heinz ist sie vor allem ein Warnsignal. Nun steht der Konzern vor einer entscheidenden Woche.

Am 6. Mai veröffentlicht Kraft Heinz seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Das Timing ist heikel: Die Aktie notiert knapp über ihrem 52-Wochen-Tief, und BofA Securities hat den Konzern jüngst in eine höhere Risikogruppe für mögliche Dividendenkürzungen eingestuft — gemeinsam mit Conagra Brands, General Mills und Campbell’s.

Dividende unter Druck

Die Quartalsdividende liegt bei 0,40 Dollar je Aktie. Zuletzt ausgezahlt wurde sie Ende März 2026. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus ergibt sich eine Rendite von rund 7 Prozent — ein Wert, der weniger die Großzügigkeit des Unternehmens widerspiegelt als den tiefen Fall der Aktie. In den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier rund 28 Prozent verloren und liegt damit deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.

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Der Hintergrund ist ernst: Kraft Heinz verbuchte für 2025 einen operativen Verlust von 4,7 Milliarden Dollar. Organische Umsätze sind neun Quartale in Folge gesunken. Für 2026 erwartet das Management einen weiteren Rückgang von bis zu 3,5 Prozent.

Was am 6. Mai zählt

Die Quartalszahlen erscheinen vor Marktöffnung, um 15:00 Uhr deutscher Zeit beginnt die Analysten-Fragerunde. Erwartet wird ein bereinigtes EPS zwischen 1,98 und 2,10 Dollar — nach 2,60 Dollar im Vorjahr. Analysten haben ihre Schätzungen zuletzt leicht angehoben, was auf einen möglichen kleinen Überraschungseffekt hindeutet. Viel Spielraum nach unten gibt es trotzdem nicht.

Entscheidend wird sein, ob CEO Steve Cahillane erste Belege für den Turnaround liefern kann. Der Konzern hat den geplanten Unternehmensaufspaltung im Februar gestoppt und stattdessen rund 950 Millionen Dollar in Investitionsprojekte sowie 600 Millionen Dollar in Marketing, Vertrieb und Forschung umgeleitet. Das Einsparpotenzial durch den Verzicht auf die Aufspaltung liegt bei rund 300 Millionen Dollar — ein buchhalterischer Puffer, der operatives Versagen nicht kaschieren kann.

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Berkshire hält, Analysten zögern

Greg Abel, der neue Berkshire-Hathaway-CEO, hat signalisiert, dass Berkshire seinen Kraft-Heinz-Anteil nicht verkaufen wird. Das stabilisiert zumindest die Aktionärsstruktur — ändert aber nichts an den strukturellen Problemen. GLP-1-Medikamente verschieben Konsumgewohnheiten, Kosteninfation und Zölle belasten die Margen.

Von 15 befragten Analysten empfiehlt keiner den Kauf. Morgan Stanley hält an seiner Untergewichten-Einstufung fest und senkte das Kursziel auf 22 Dollar. Die Aktie schloss zuletzt bei 18,84 Euro — knapp drei Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief.

Wenn die Zahlen am 6. Mai enttäuschen, dürfte die Diskussion über die Dividende schnell an Fahrt gewinnen.

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