Der Aktienkurs von Kraft Heinz pendelt nahe seiner Mehrjahrestiefs. Der Lebensmittelkonzern steckt mitten in einem teuren Umbau. Inflation und Zölle belasten die Margen. Am 6. Mai präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal 2026. Die Skepsis am Markt ist groß.
Gedämpfte Erwartungen
Analysten rechnen für das abgelaufene Jahresviertel mit einem Gewinn je Aktie von 0,50 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damals standen noch 0,62 US-Dollar in den Büchern.
Allerdings hat Kraft Heinz die Prognosen der Wall Street zuletzt regelmäßig übertroffen. In den vergangenen vier Quartalen lieferte das Unternehmen stets bessere Ergebnisse als erwartet. Das Management peilt für das Gesamtjahr einen bereinigten Gewinn zwischen 1,98 und 2,10 US-Dollar je Aktie an.
Teurer Umbau trifft auf Zölle
Konzernchef Steve Cahillane investiert aktuell 600 Millionen US-Dollar in neue Wachstumsinitiativen. Pläne für eine Aufspaltung des Unternehmens liegen derweil auf Eis. Kraft Heinz will organisch zurück in die Erfolgsspur.
Steigende Kosten erschweren diesen Weg. Zölle auf importierte Kaffeebohnen belasten beispielsweise die Margen der Marke Maxwell House.
Ein Lichtblick: Der freie Cashflow stieg zuletzt auf 3,7 Milliarden US-Dollar. Diese Summe reicht aus, um den Umbau und die Dividende ohne neue Schulden zu finanzieren.
Analysten bleiben abwartend
Die Experten der Wall Street halten sich mit Kaufempfehlungen zurück. Die Investmentbank BTIG startete die Bewertung Mitte April mit einer neutralen Einstufung. Analyst Robert Dickerson sieht die aktuelle Bewertung als fair an. Das Kursziel liegt im Schnitt bei rund 24 US-Dollar.
An der Börse spiegelt sich diese Vorsicht wider. Bei einem aktuellen Kurs von 19,16 Euro notiert die Aktie nahe an ihrem 52-Wochen-Tief. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von gut 25 Prozent auf der Anzeigetafel.
Am 6. Mai müssen die Quartalszahlen nun belegen, ob die Strategie greift. Investoren achten dabei besonders auf die Absatzmengen. Nur wenn die Investitionen von 600 Millionen US-Dollar das Volumen stabilisieren, rechtfertigt dies die aktuelle Bewertung.
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