Kratos Defense sichert sich einen massiven Auftrag der U.S. Space Force. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Die Börse reagiert jedoch völlig anders. Die Aktie verliert in den letzten 30 Tagen rund 20 Prozent an Wert. Aktuell notiert das Papier bei 62,44 Euro. Damit rutscht der Kurs mit einem Abstand von neun Prozent deutlich unter die wichtige 200-Tage-Linie.
Volle Auftragsbücher, leere Hände
Der neue Vertrag mit der U.S. Space Force hat ein Volumen von bis zu 446,8 Millionen US-Dollar. Kratos übernimmt dabei als Hauptauftragnehmer das Bodenmanagement für das Raketenwarnsystem. Dieser Deal entspricht etwa einem Drittel des für 2025 gemeldeten Jahresumsatzes. Ein massiver Schub für die Auftragsbücher.
Parallel dazu sammelt das Unternehmen weitere Projekte ein. Kratos leitet das Hyperschall-Testprogramm MACH-TB 2.0. Außerdem integriert der Konzern gemeinsam mit Airbus die Kratos Valkyrie-Drohne in ein europäisches Missionssystem. Der erste Flug ist für 2026 im bayerischen Manching geplant.
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Ein Blick auf die fundamentale Bewertung erklärt die Skepsis der Investoren. Der Markt bewertet Kratos aktuell mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 10,4. Der Branchendurchschnitt in der US-Luft- und Raumfahrt liegt bei lediglich 5,2. Die Erwartungen an das zukünftige Wachstum sind also bereits stark im Kurs eingepreist.
Insider-Verkauf und Analysten-Spagat
Ein aktueller Insider-Verkauf sorgt zusätzlich für Gesprächsstoff. David Carter trennte sich von 4.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von rund 74 US-Dollar. Die SEC-Meldung zeigt allerdings ein wichtiges Detail. Der Verkauf basierte auf einem bereits im Juni 2025 festgelegten Handelsplan. Ein spontaner Vertrauensverlust des Managements liegt hier also nicht vor.
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Die Experten an der Wall Street bewerten die Lage extrem unterschiedlich. Zwar rät die Mehrheit der 18 Analysten zum Kauf. Die Kursziele klaffen aber weit auseinander. Jefferies hob das Ziel Anfang April auf 85 US-Dollar an. Canaccord Genuity sieht den fairen Wert hingegen bei 125 US-Dollar. Diese enorme Spanne unterstreicht die Unsicherheit im Markt.
Der nächste Fixpunkt für den Markt sind die Quartalszahlen im zweiten Quartal 2026. Kratos hatte zuletzt mit einer schwachen Prognose für das erste Quartal enttäuscht. Das Management muss nun beweisen, dass die vollen Auftragsbücher auch die Gewinnmargen steigern. Gelingt das nicht, bietet die hohe Bewertung weiteres Korrekturpotenzial.
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