Krones Aktie: Glänzendes Zahlenwerk

Der Maschinenbauer Krones meldet für 2025 ein solides Wachstum bei Umsatz und operativem Ergebnis. Die Marge verbesserte sich, und der Auftragsbestand sichert die Auslastung weit ins Jahr 2026.

Krones Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und EBITDA steigen deutlich an
  • Solide Auftragslage sichert Auslastung
  • Starke Bilanz mit hoher Liquidität
  • Optimistischer Ausblick für das Jahr 2026

Der Maschinenbauer Krones hat gestern seine vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt – und liefert ein rundum solides Bild. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 5,66 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (EBITDA) legte sogar überproportional um 12,2 Prozent auf 602,3 Millionen Euro zu. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 10,1 auf 10,6 Prozent. Damit hat der Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen seine selbst gesteckten Ziele erreicht und bestätigt einmal mehr seinen profitablen Wachstumskurs.

Besonders erfreulich: Das Schlussquartal sorgte für zusätzlichen Schwung. Von Oktober bis Dezember stieg der Umsatz um 9,7 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro, das EBITDA kletterte um 17,5 Prozent auf 171,6 Millionen Euro. Die Marge erreichte im vierten Quartal sogar 11,0 Prozent – ein deutliches Zeichen, dass die Effizienzsteigerungen in der Produktion und die Kostenoptimierungen greifen.

Auftragseingang bleibt robust

Auch beim Neugeschäft gibt es wenig zu meckern. Der Auftragseingang legte im Gesamtjahr um 1,9 Prozent auf 5,56 Milliarden Euro zu. Im vierten Quartal zog die Nachfrage sogar kräftig an: Mit einem Plus von 8,6 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro signalisierten die Kunden weiterhin robuste Investitionsbereitschaft. Ende Dezember hatte Krones Aufträge im Wert von 4,19 Milliarden Euro in den Büchern – genug, um die Produktionskapazitäten bis weit ins dritte Quartal 2026 auszulasten.

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Das Unternehmen verweist darauf, dass seine Märkte grundsätzlich weniger von konjunkturellen Schwankungen betroffen seien. Die Getränke- und Lebensmittelindustrie bleibt offenbar ein verlässlicher Partner, selbst in unruhigen Zeiten.

Kennzahlen überzeugen

Neben den Umsatz- und Margenzahlen kann Krones auch bei anderen Kennziffern punkten. Der Return on Capital Employed (ROCE) stieg von 18,2 auf 19,1 Prozent und liegt damit klar im anvisierten Zielkorridor von 18 bis 20 Prozent. Der Free Cashflow vor Akquisitionen erreichte 282,9 Millionen Euro – nahezu auf Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis kletterte auf 299,2 Millionen Euro, was einem Gewinn je Aktie von 9,45 Euro entspricht.

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Die Bilanz bleibt solide: Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 42,2 Prozent, die Nettoliquidität lag Ende Dezember bei 548,2 Millionen Euro. Finanzielle Spielräume sind also reichlich vorhanden.

Ausblick: Weiteres Wachstum geplant

Für 2026 zeigt sich der Vorstand realistisch optimistisch. Währungsbereinigt soll der Umsatz um drei bis fünf Prozent wachsen, die EBITDA-Marge auf 10,7 bis 11,1 Prozent klettern. Beim ROCE peilt das Unternehmen 19 bis 20 Prozent an. Allerdings bleibt Krones vorsichtig: Geopolitische Risiken, eine unberechenbare globale Zollpolitik und mögliche Materialengpässe könnten die Geschäftsprozesse beeinträchtigen. Auch erhebliche Wechselkursschwankungen – 2025 kosteten negative Währungseffekte bereits 99 Millionen Euro Umsatz – bleiben ein Unsicherheitsfaktor.

Dennoch: Die Grundlage stimmt. Krones hat 2025 seine Hausaufgaben gemacht und ist gut ins neue Jahr gestartet. Die endgültigen Zahlen veröffentlicht das Unternehmen am 20. März mit dem Geschäftsbericht. Bis dahin dürften die vorläufigen Ergebnisse den Anlegern ausreichend Zuversicht geben.

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Diskussion zu Krones

Über Dieter Jaworski 1520 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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