Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat seine Wandelanleihe platziert. 320 Millionen Euro sammelt das Unternehmen damit ein – 20 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Grund dafür war eine hohe Nachfrage bei institutionellen Anlegern.
Günstiges Geld bis 2031
Die Anleihe läuft bis 2031 und ist unbesichert. Der Zinskupon liegt bei nur 0,625 Prozent pro Jahr. Ein günstiger Preis für K+S. Finanzvorstand Jens Christian Keuthen spricht von einem Zinsvorteil im mittleren zweistelligen Millionenbereich über die gesamte Laufzeit.
Die Besonderheit: Aktionäre hatten kein Bezugsrecht. Der Wandlungspreis liegt bei 17,93 Euro – rund 35 Prozent über dem aktuellen Kurs. Wer die Anleihe in Aktien tauscht, zahlt also einen deutlichen Aufschlag.
Die Mittel fließen direkt in die Akquisition des Salzgeschäfts von Qemetica. Die Übernahme hatte K+S Anfang Juni angekündigt.
Aktie unter Druck
An der Börse kommt die Kapitalmaßnahme nicht gut an. Die Aktie fällt um 1,43 Prozent auf 13,07 Euro. Damit liegt der Kurs deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 15,22 Euro. Der RSI von 24,7 signalisiert technisch überverkaufte Niveaus.
In den vergangenen sieben Tagen verlor die Aktie über zehn Prozent. Seit Jahresbeginn steht immerhin ein kleines Plus von 3,7 Prozent.
Die Abwicklung der Emission ist für Mitte Juni geplant. Ob die Übernahme den erhofften Schub bringt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen müssen – das Kursniveau gibt aktuell wenig Anlass zur Zuversicht.
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