Operative Stärke trifft auf globale Krisen. Der Düngemittelhersteller K+S profitiert aktuell von einer brisanten Mischung. Starke Quartalszahlen treiben den Kurs. Parallel dazu stützen die Spannungen im Nahen Osten die Preise am Weltmarkt. Das Resultat: Das Management in Kassel schraubt die Jahresziele nach oben.

Nahost-Konflikt stützt die Preise

Das erste Quartal lief deutlich besser als gedacht. K+S erwirtschaftete ein vorläufiges operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 280 Millionen Euro. Damit übertraf der Konzern die Markterwartungen spürbar. Daraufhin passte der Vorstand die Jahresprognose an. Das EBITDA soll 2026 nun auf bis zu 730 Millionen Euro klettern.

Ein wichtiger Treiber für diesen Optimismus ist die Geopolitik. Die Eskalation zwischen dem Iran und Israel weckt Sorgen vor Lieferengpässen. Das treibt die Kosten für Schwefel und stützt die Preise für landwirtschaftliche Spezialprodukte. K+S geht davon aus, dass dieses Preisniveau bis zur Jahresmitte hält. Steigen die Preise in Übersee weiter, rückt das obere Ende der neuen Gewinnziele in greifbare Nähe.

Analysten bleiben skeptisch

Trotz der guten Nachrichten bremsen einige Experten die Euphorie. Das Analysehaus Jefferies rät weiterhin zum Untergewichten der Aktie. Mit einem Kursziel von 11,50 Euro sehen die Analysten erhebliches Abwärtspotenzial. Sie zweifeln an der langfristigen Preisentwicklung für Kalidünger auf dem Weltmarkt. Die Deutsche Bank teilt diese Skepsis. Sie stuft das Papier mit einem Ziel von 10,20 Euro auf Verkaufen ein.

Starker Trend und anstehende Hauptversammlung

Anleger lassen sich von den kritischen Stimmen bislang nicht beirren. Die K+S-Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von gut 24 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 15,68 Euro behauptete das Papier am Donnerstag seine Position über der wichtigen 50-Tage-Linie. Der Aufwärtstrend bleibt intakt.

Der nächste Impuls folgt am 12. Mai. Dann lädt K+S zur virtuellen Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Dividende. Aktionäre stimmen über eine geplante Ausschüttung von rund 0,07 Euro je Aktie ab. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Cashflow. Das Management plant Investitionen von 600 Millionen Euro und muss diese bei einem ungünstigeren Euro-Dollar-Wechselkurs ausbalancieren.