Kuya Silver kämpft derzeit mit einem massiven Abwärtsdruck an den Märkten. Die Aktie verlor heute über zehn Prozent an Wert und setzt damit den negativen Trend seit Jahresbeginn fort. Seit Januar verbuchte das Papier ein Minus von rund 40 Prozent.

Strategischer Umbau zur Eigenregie

Das Management treibt derweil die vertikale Integration voran. Kuya Silver plant die vollständige Übernahme der Camila-Verarbeitungsanlage in Peru. Bisher nutzt das Unternehmen die Fabrik lediglich als externer Kunde für sein Erz. Die eigene Anlage soll die Abhängigkeit von Drittanbietern beenden und Kosten senken.

Nach der Akquisition will das Unternehmen die Kapazität deutlich ausbauen. Aktuell verarbeitet die Anlage 150 Tonnen Gestein pro Tag. Geplant ist eine Steigerung auf bis zu 350 Tonnen. Dies gäbe dem Konzern die direkte Kontrolle über die Verarbeitungspläne und die Erz-Mischverhältnisse.

Rekordjagd unter Tage

Auf dem Bethania-Projekt in Peru laufen die operativen Geschäfte parallel dazu auf Hochtouren. Das Bergwerk erzielte im ersten Quartal 2026 Rekordwerte bei der täglichen Produktion. Die Erlöse stammen fast ausschließlich aus Silberverkäufen. Bis Ende 2026 soll die Förderung das Ziel von 350 Tonnen pro Tag erreichen.

Um dieses Wachstum abzusichern, startete Kuya das größte Bohrprogramm der Firmengeschichte. Rund 20.000 Meter an Bohrungen sollen neue Silberadern im Bethania-Distrikt nachweisen. Erste Ergebnisse der Untertage-Kampagne stehen unmittelbar bevor.

Finanzieller Spielraum und Marktlage

Die Cash-Position zum Ende des ersten Quartals deckt die aktuellen Wachstumspläne ab. Das Kapital fließt vorrangig in die Exploration und den Bau einer neuen Rampe im Bergwerk. Trotz dieser operativen Fortschritte bleibt die charttechnische Lage kritisch.

Bei einem Kurs von 0,42 Euro notiert die Aktie fast 20 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Die hohe Volatilität von über 92 Prozent sorgt zusätzlich für Unruhe unter den Anteilseignern. Im zweiten Halbjahr 2026 folgen weitere Daten aus den Oberflächenbohrungen. Diese Ergebnisse werden zeigen, wie groß das Ressourcenpotenzial in der Tiefe tatsächlich ausfällt.