Kuya Silver wandelt sich vom reinen Explorer zum aktiven Produzenten. Mit einem realisierten Silberpreis von 82 US-Dollar pro Unze im ersten Quartal 2026 nutzt das Unternehmen das aktuelle Marktumfeld. Die heute veröffentlichten geprüften Jahreszahlen für 2025 untermauern diesen Kurswechsel.

Die Aktie reagiert deutlich und klettert am Freitag um fast zehn Prozent auf 0,60 Euro. Damit nähert sich das Papier seinem Jahreshoch von 0,71 Euro an. Marktbeobachter führen dies auf die Fortschritte beim Flaggschiffprojekt Bethania zurück.

Das Unternehmen verfügt nach einer erfolgreichen Kapitalmaßnahme über Reserven von rund 27 Millionen US-Dollar. Silber bleibt dabei der wichtigste Umsatzbringer. Rund 91 Prozent der Erlöse stammen aus dem Verkauf des Edelmetalls.

Kontrolle über die Wertschöpfungskette

Kuya Silver will die Camila-Verarbeitungsanlage kaufen. Eine entsprechende Absichtserklärung liegt bereits vor. Das Ziel ist die volle operative Kontrolle über die Aufbereitung. Erste metallurgische Anpassungen zeigen bereits eine Rückgewinnungsrate von 80 Prozent.

Eigene Kapazitäten sollen die Abhängigkeit von externen Dienstleistern verringern. Das Management erwartet dadurch eine höhere Silberausbeute und sinkende Kosten pro Einheit. Parallel dazu optimiert das Team die Feuchtigkeitskontrolle und die Materialzufuhr in der Anlage.

Hochlauf in Bethania

Das Projekt Bethania in Peru steigert seine Kapazität. Ende des ersten Quartals 2026 erreichte die Mine eine Durchlaufrate von 100 Tonnen pro Tag. In der ersten Ausbauphase strebt das Management 350 Tonnen an.

Neue Rampen erschließen derzeit tiefere und hochgradigere Zonen. Bis Ende 2026 soll die Produktion ein stabiles Niveau erreichen. Das Lizenzgebiet umfasst mittlerweile mehr als 5.600 Hektar. Ein Bohrprogramm in Rekordgröße soll die Ressourcenbasis im laufenden Jahr erweitern.

Ende April folgt eine Telefonkonferenz zu den Details der Jahresbilanz. Dort wird das Management die Ziele für das restliche Geschäftsjahr präzisieren. Investoren achten dann besonders auf den Fortschritt beim Bau der neuen Hauptrampe.