Die Aktie des IT-Dienstleisters Kyndryl Holdings verzeichnete heute einen dramatischen Kurssturz von rund 40 Prozent im vorbörslichen Handel. Auslöser war eine Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC, die schwerwiegende Probleme bei der Finanzberichterstattung offenlegt.
SEC ermittelt gegen Kyndryl
Am heutigen Montag gab Kyndryl bekannt, dass der Prüfungsausschuss des Unternehmens die Cash-Management-Praktiken und die damit verbundenen Offenlegungen untersucht. Hintergrund sind freiwillige Dokumentenanfragen der Enforcement-Abteilung der SEC. Besonders brisant: Die Prüfung betrifft auch die Berechnung der wichtigen Kennzahl „bereinigter freier Cashflow“ sowie die Wirksamkeit der internen Kontrollen über die Finanzberichterstattung.
Das Unternehmen rechnet damit, wesentliche Schwachstellen in der internen Finanzkontrolle für mehrere Berichtszeiträume melden zu müssen. Die bisherige Beurteilung der internen Kontrollen im Jahresbericht für das am 31. März 2025 endende Geschäftsjahr sowie die Prüfmeinung des Wirtschaftsprüfers sollten nicht mehr als verlässlich angesehen werden.
Führungswechsel und verzögerter Quartalsbericht
Als unmittelbare Konsequenz verließen Finanzchef und Chefjustitiar das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Harsh Chugh übernahm als Interims-CFO, Mark Ringes als Interims-Chefjustitiar und Bhavna Doegar als Interims-Controller. Zudem reichte Kyndryl ein Formular NT 10-Q ein, das die Verzögerung des Quartalsberichts ankündigt.
Das Unternehmen erwartet allerdings keine Neuaufstellung oder sonstigen Auswirkungen auf die Finanzberichte selbst. Die veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigen Umsätze von 3,9 Milliarden Dollar – ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte 696 Millionen Dollar.
Ausblick deutlich gesenkt
Parallel zur Bilanzaffäre korrigierte Kyndryl die Prognose für das Gesamtjahr deutlich nach unten. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern soll nun zwischen 575 und 600 Millionen Dollar liegen. Der freie Cashflow wird nur noch bei 325 bis 375 Millionen Dollar erwartet. Die Umsätze dürften währungsbereinigt um 2 bis 3 Prozent zurückgehen.
Die Anwaltskanzlei Johnson Fistel kündigte bereits Untersuchungen wegen möglicher Verstöße gegen Wertpapiergesetze an und ruft betroffene Anleger auf, sich einer Sammelklage anzuschließen. Der IT-Dienstleister, der erst 2021 aus IBM ausgegliedert wurde, steht damit vor seiner bislang schwersten Vertrauenskrise.
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