Das US-Rüstungsunternehmen dreht an mehreren Stellschrauben gleichzeitig. Am Montag gab L3Harris bekannt, dass rund 60 Prozent des Geschäftsbereichs für Raumfahrtantriebe und Energiesysteme an die Private-Equity-Gesellschaft AE Industrial Partners gehen – für 845 Millionen Dollar inklusive Schulden. Der Konzern wird künftig nur noch eine Minderheitsbeteiligung halten.
Die Transaktion ist mehr als nur ein Verkauf. Sie markiert eine strategische Neuausrichtung weg vom Weltraum, hin zu klassischen Verteidigungsfähigkeiten. CEO Christopher Kubasik macht keinen Hehl daraus: „Wir sind jetzt am besten positioniert, um Geschwindigkeit, Technologie und Wirtschaftlichkeit zu liefern – für unseren wichtigsten Kunden, den Kämpfer an der Front.“
Komplette Restrukturierung läuft parallel
Doch damit nicht genug. Parallel zur Transaktion krempelt L3Harris seine gesamte Organisationsstruktur um. Aus vier Geschäftssegmenten werden drei: Space and Mission Systems unter Sam Mehta, Communications and Spectrum Dominance unter Jon Rambeau sowie Missile Solutions unter Ken Bedingfield. Das Ziel? Die Ausrichtung des Portfolios auf die „Zukunft der Kriegsführung“.
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Was behält L3Harris trotz des Verkaufs? Das RS-25-Raketentriebwerk, das derzeit im Trägersystem der NASA für das Artemis-Programm zum Einsatz kommt, bleibt vollständig in eigener Hand. Ein strategischer Anker im Raumfahrtgeschäft.
AE Industrial setzt auf nukleare Antriebe
Der neue Mehrheitseigner AE Industrial Partners will das erworbene Geschäft unter dem Namen Rocketdyne weiterbetreiben. Die fünf US-Standorte entwickeln Oberstufen-Triebwerke für nationale Sicherheits-, zivile und kommerzielle Missionen sowie Weltraumantriebe, nukleare Energiesysteme und Avionik.
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Besonders interessant: AE Industrial und L3Harris wollen gemeinsam die Entwicklung zukünftiger Antriebstechnologien beschleunigen – einschließlich nuklearer Antriebe für Mars-Missionen und den cislunaren Raum. Die Botschaft ist klar: Amerikanische Dominanz im All hängt von überlegener Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit ab.
AE Industrial bringt Erfahrung mit. Die Firma hat bereits in Firefly Aerospace, RedWire Space und York Space Systems investiert. Der Deal soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.
An der Börse kam die Nachricht gut an. Im vorbörslichen Handel am Montag legten die Papiere um 0,66 Prozent auf 306,50 Dollar zu.
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