L3Harris Aktie: Raketenstart mit Regierungs-Turbo

L3Harris gliedert sein Raketengeschäft aus und erhält dafür eine direkte Milliardeninvestition des US-Verteidigungsministeriums. Analysten reagieren mit deutlichen Kurszielerhöhungen.

L3Harris Aktie
Kurz & knapp:
  • Direkte Beteiligung des US-Verteidigungsministeriums mit einer Milliarde Dollar
  • Mehrere große Banken erhöhen ihre Kursziele deutlich
  • Aktie legte in der vergangenen Woche über 8 Prozent zu
  • Börsengang des ausgegliederten Geschäfts für 2026 geplant

Die L3Harris-Aktie befindet sich im Höhenflug, angetrieben von einer strategischen Überraschung. Das Verteidigungsunternehmen kündigte an, sein Raketengeschäft auszugliedern – und erhält dafür direkt eine Milliarde Dollar vom US-Verteidigungsministerium. Diese ungewöhnliche Finanzspritze befeuert die Fantasie der Anleger und treibt die Bewertung nach oben. Mehrere große Banken haben ihre Kursziele bereits kräftig angehoben. Steht dem Titel nun der nächste Schub bevor?

Ein Deal mit Signalwirkung

Am Dienstag, den 13. Januar, schlug L3Harris einen unkonventionellen Weg ein. Das Unternehmen gab eine Partnerschaft mit dem US-Verteidigungsministerium bekannt, um die Produktion von Feststoffraketentriebwerken massiv auszubauen. Kern des Deals ist die Ausgliederung der Sparte „Missile Solutions“ in ein eigenständiges Unternehmen.

Die Besonderheit: Das Ministerium beteiligt sich direkt mit einer Milliarde US-Dollar an dem neuen Unternehmen. Diese Investition erfolgt über ein wandelbares Vorzugspapier, das sich bei einem Börsengang automatisch in Stammaktien umwandeln soll. Dieser IPO ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant. L3Harris wird auch nach dem Börsengang die Mehrheitsbeteiligung an dem Raketengeschäft behalten.

Analysten schrauben Erwartungen hoch

Diese strategische Neuaufstellung kommt bei den Marktbeobachtern außerordentlich gut an. Sie sehen darin einen klaren Werttreiber für den Mutterkonzern.

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Die Investmentbank BofA Securities erhöhte ihr Kursziel für L3Harris kräftig von 350 auf 400 US-Dollar und bekräftigte ihre Kaufempfehlung. Die Reorganisation werde Wert freisetzen, so die Analysten. Die direkte Beteiligung der Regierung werde als starkes Nachfragesignal gewertet.

Auch RBC Capital zog nach und hob das Kursziel von 315 auf 360 Dollar an. Die Bank verwies auf die weitere Ausrichtung des Konzerns an der „Arsenal of Freedom“-Initiative des Pentagon. Morgan Stanley wiederum bekräftigte ihre „Overweight“-Einstufung mit einem Ziel von 367 Dollar und bezeichnete die Transaktionsstruktur als „beispiellos“.

Kursrally mit Substanz?

Die positive Stimmung schlägt sich bereits im Kurs nieder. Die Aktie des Rüstungskonzerns legte in der vergangenen Woche über 8 Prozent zu. Über ein Jahr betrachtet summiert sich der Gewinn sogar auf beeindruckende 62 Prozent. Der Titel notiert aktuell bei rund 341 Dollar.

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Die Bewertung erscheint auf den ersten Blick mit einem KGV von 36,7 nicht günstig. Einige Analysten verweisen jedoch auf das niedrige PEG-Verhältnis von 0,77, was auf ein attraktives Verhältnis von Kurs zu erwartetem Gewinnwachstum hindeuten könnte.

Die geplante Ausgliederung bietet L3Harris nach Ansicht von Morgan Stanley einen Weg, die sogenannte „Bewertungslücke“ zwischen etablierten Rüstungsriesen und aufstrebenden Verteidigungs-Technologieunternehmen zu nutzen. Ähnliche Strukturen könnten künftig auch für andere US-Rüstungskonzerne denkbar sein.

Der Deal setzt ein klares Zeichen: In einer Zeit steigender geopolitischer Spannungen und hoher Verteidigungsbudgets setzt die US-Regierung auf Partnerschaften mit der Industrie, um kritische Produktionskapazitäten rasch auszubauen. Für L3Harris könnte dieser Raketenstart erst der Beginn einer neuen Wachstumsphase sein.

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