Das Explorationsunternehmen Lahontan Gold hat einen entscheidenden Meilenstein für die Entwicklung seines Santa-Fe-Projekts im US-Bundesstaat Nevada erreicht. Mit der Veröffentlichung einer aktualisierten Mineralressourcenschätzung am Montag konnte die Basis für die geplante Gold- und Silberproduktion signifikant verbreitert werden.

Die neuen Daten zeigen eine deutliche Steigerung der enthaltenen Unzen im Vergleich zur vorangegangenen Schätzung aus dem Jahr 2024 und bilden nun die Grundlage für die weiteren wirtschaftlichen und technischen Planungen.

Signifikanter Zuwachs bei der Santa Fe Mine

Die aktualisierte Ressourcenschätzung gemäß dem Standard NI 43-101 weist für das Santa-Fe-Projekt nun angezeigte Ressourcen („indicated“) in Höhe von 1.195.000 Unzen Gold-Äquivalent aus. Hinzu kommen abgeleitete Ressourcen („inferred“) im Umfang von 1.190.000 Unzen Gold-Äquivalent.

Insgesamt entspricht dies einer Zunahme um 435.000 Unzen beziehungsweise einer Steigerung von 22 % gegenüber der Kalkulation aus dem Vorjahr. Wie das Unternehmen mitteilte, basiert dieser Zuwachs auf einem technischen Bericht mit Stichtag zum 13. August, der innerhalb der kommenden 45 Tage vollständig veröffentlicht werden soll.

Dieser Ressourcensprung unterstreicht das Potenzial des Projekts in einer der bekanntesten Bergbauregionen der Welt. Die Santa Fe Mine war bereits in der Vergangenheit ein bedeutender Produzent, und die aktuellen Daten bestätigen, dass durch moderne Explorationsmethoden weiterhin erhebliche Mineralisierungen identifiziert werden können.

Die Zunahme der Unzen ist dabei nicht nur ein quantitativer Erfolg, sondern verbessert auch die Planungssicherheit für die kommenden Entwicklungsschritte.

Vorbereitungen für den Minenbau

Die neuen Ressourcenzahlen dienen als unmittelbare Grundlage für eine überarbeitete wirtschaftliche Erstbewertung (Preliminary Economic Assessment, PEA) sowie für die laufenden Genehmigungsverfahren.

Lahontan Gold verfolgt weiterhin das Ziel, mit dem Bau der Mine im Jahr 2027 zu beginnen. Die Geschäftsführung betonte, dass die Aktualisierung der Ressourcen ein essenzieller Baustein sei, um die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens unter aktuellen Marktbedingungen neu zu bewerten.

Parallel zu den Planungsarbeiten schreitet die operative Exploration voran. Bereits Anfang August meldete das Unternehmen positive Ergebnisse aus seinem laufenden Bohrprogramm für das Jahr 2026. Im Bereich Calvada East durchteufte das Bohrloch CAL26-12R über eine Länge von 12,2 Metern eine Mineralisierung mit einem Gehalt von 1,26 Gramm Gold-Äquivalent pro Tonne in oxidischer Form.

Ein weiteres Loch, CAL26-11R, lieferte 1,10 Gramm Gold-Äquivalent über 13,7 Meter. Auch im Gebiet Slab West stieß man auf breite Intervalle mit oxidischer Gold- und Silbermineralisierung, was die Flexibilität für künftige Abbauoptionen erhöht.

Veränderungen im Aktionariat und Kursreaktion

Neben den Fortschritten im Projekt gab es zuletzt auch Bewegungen in der Aktionärsstruktur. Wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, hat der Investor Lawrence Lepard zwischen dem 31. Juli und dem 11. August insgesamt 3.070.500 Stammaktien veräußert.

Trotz dieses Verkaufs bleibt Lepard mit einem Bestand von 44.264.550 Anteilen ein bedeutender Großaktionär und hält weiterhin rund 10,24 % am Unternehmen. Zudem gewährte das Unternehmen am 10. August verschiedenen Führungskräften und Direktoren insgesamt 1.466.000 aufgeschobene Aktieneinheiten (Deferred Share Units) im Rahmen seines Vergütungsplans.

Der Kapitalmarkt reagierte heute positiv auf die Summe der Nachrichten. Die Aktie von Lahontan Gold verzeichnet am heutigen Mittwoch einen Zuwachs von 8,7 % und wird aktuell bei 0,2500 € gehandelt. Mit dieser Aufwärtsbewegung notiert das Papier nun rund 12 % über seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt, was auf ein wachsendes Interesse der Anleger an der fortschreitenden Projektentwicklung in Nevada hindeutet.