Die Aktie von Lang & Schwarz hat eine katastrophale Woche hinter sich. Der Kurs brach am Freitag auf 20,00 Euro ein. Das entspricht einem Tagesverlust von rund elf Prozent. Der Auslöser für den Absturz heißt Trade Republic. Der Neobroker entzieht dem Düsseldorfer Handelshaus einen massiven Teil seines Geschäfts.
Trade Republic kappt den Orderfluss
Zum 2. Juli stellte Trade Republic auf ein neues Bestpreis-Modell um. Kundenorders fließen nun automatisch zum günstigsten Handelsplatz. Zuvor lief dieses Volumen primär über Lang & Schwarz.
Die Folge: Das Unternehmen senkte umgehend seine Jahresprognose. Der Vorstand erwartet nun einen moderaten Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch soll das Ergebnis über dem Niveau von 2024 bleiben.
Gutes Quartal, trüber Ausblick
Dabei lief das abgelaufene zweite Quartal operativ stark. Das Handelsergebnis kletterte auf rund 32 Millionen Euro. Im Vorjahr standen hier noch 25 Millionen Euro zu Buche.
Lang & Schwarz sucht nun unter Hochdruck nach Alternativen. Das Management plant ein neues Handelsmodell. Dafür verhandelt der Konzern aktiv mit mehreren anderen Wertpapierdienstleistern.
Dividende trifft auf Chart-Desaster
Am morgigen 8. Juli steht zunächst der Ex-Dividenden-Tag an. Aktionäre erhalten eine geplante Ausschüttung von 2,00 Euro je Anteilsschein. Die Auszahlung erfolgt am 10. Juli.
Charttechnisch liegt der Titel derweil am Boden. Nach dem massiven Wochenverlust testet die Aktie derzeit das 52-Wochen-Tief bei 19,50 Euro. Der extrem niedrige RSI-Wert von 14,4 bestätigt die massiven Panikverkäufe der letzten Tage. Parallel dazu notiert der Kurs fast 30 Prozent unter seiner 50-Tage-Linie.
Kurzfristig muss die charttechnische Unterstützung bei 19,50 Euro zwingend halten. Bricht diese Marke, droht ein weiterer Abverkauf. Mittelfristig entscheidet jedoch ein fundamentaler Faktor über eine nachhaltige Erholung. Das Management muss zügig beweisen, dass die neuen Partner das verlorene Volumen von Trade Republic tatsächlich kompensieren können.
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