Vorstandsmitglied Hubert Fink nutzt die aktuelle Schwächephase bei Lanxess für Zukäufe. Während die Aktie auf Jahressicht massiv unter Druck steht, setzt die Führungsebene ein deutliches Zeichen. Das Vertrauen in den Spezialchemiekonzern scheint intern ungebrochen.
Vorstand baut Beteiligung aus
Dr. Hubert Fink erwarb am 19. Juni über die Börse XETRA zusätzliche Anteile. In insgesamt zwölf Einzeltransaktionen kaufte der Manager Lanxess-Papiere. Die Preise bewegten sich dabei zwischen 16,12 und 16,23 Euro.
Das gesamte Volumen der Käufe beläuft sich auf rund 162.000 Euro. Im Durchschnitt zahlte Fink 16,17 Euro pro Aktie. Solche Insiderkäufe gelten am Markt oft als positives Signal für die künftige Entwicklung.
Deutsche Bank bleibt vorsichtig
Analyst Tristan Lamotte von Deutsche Bank Research stuft das Papier weiterhin mit „Hold“ ein. Sein Kursziel liegt bei 17 Euro. Damit sieht er beim aktuellen Kurs kaum noch Spielraum nach oben.
Lamotte erwartet für das zweite Quartal einen Anstieg des bereinigten EBITDA um fünf Prozent. Dieser Wert liegt sechs Prozent über den Erwartungen des Marktes. Die operative Entwicklung könnte also positiv überraschen.
Marktumfeld bleibt schwierig
Die Aktie notiert aktuell bei 16,97 Euro. Das entspricht einem Tagesverlust von 1,11 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten verlor der Titel rund 30 Prozent an Wert.
Das Papier kämpft seither um eine stabile Bodenbildung. Der Kurs liegt damit unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 18,00 Euro. Die Volatilität bleibt mit annualisierten 44 Prozent hoch.
Die Insiderkäufe stützen den Kurs knapp unter der 17-Euro-Marke. Ob Lanxess die Erwartungen tatsächlich schlägt, zeigt sich mit der Veröffentlichung des nächsten Quartalsberichts.
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