Lehman Brothers Aktie: Endspiel eingeleitet

Die Abwicklung der Lehman-Pleite geht in die Endphase. Nach dem 32. Auszahlungszyklus konzentrieren sich die Verwalter auf Steuerfragen und die finale Liquidation der Holding.

Lehman Brothers Aktie
Kurz & knapp:
  • 32. Auszahlungszyklus an Gläubiger abgeschlossen
  • Britische Tochter LBIE wechselt in freiwillige Liquidation
  • Fokus auf Klärung offener Steuerfragen
  • Endgültige Schließung der Akten rückt näher

Siebzehn Jahre nach dem spektakulärsten Kollaps der Wall-Street-Geschichte ist die Akte Lehman Brothers noch immer nicht geschlossen. Während die ursprünglichen Anteile technisch wertlos sind, herrscht hinter den Kulissen der Abwicklung eine überraschende Dynamik. Der Abschluss des 32. Verteilungszyklus markiert nun den Übergang in eine neue Phase.

Die Insolvenzmasse hat in diesem Monat eine weitere Auszahlungsrunde beendet. Parallel dazu zeigt der Sekundärmarkt für Gläubigerforderungen eine anhaltende Aktivität. Große Finanzinstitute übertragen ihre Ansprüche vermehrt an spezialisierte Distressed-Debt-Fonds, was auf eine finale Verwertung der verbliebenen Verbindlichkeiten hindeutet.

Milliarden-Rückfluss aus Europa

Besondere Aufmerksamkeit gilt der britischen Tochtergesellschaft Lehman Brothers International (Europe), kurz LBIE. Diese wechselt nun von der formellen Verwaltung in eine freiwillige Liquidation durch die Gesellschafter. Nach der erfolgreichen Rückgewinnung von Milliardenbeträgen konnten viele Forderungen Dritter bereits vollständig inklusive Zinsen zurückgezahlt werden.

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Indes werden an den außerbörslichen Märkten die verbliebenen Restwerte zwar noch gehandelt, allerdings bewegen sich die Notierungen auf nominalem Niveau. Diese Papiere gleichen eher Lotterielosen. Der Insolvenzplan aus dem Jahr 2012 sieht vor, dass Erlöse vorrangig an Senior-Gläubiger fließen, während Eigenkapitalinhaber meist leer ausgehen.

Fokus auf Steuerfragen und Restwerte

Die kommenden Monate stehen im Zeichen juristischer Detailarbeit. Die Verwalter konzentrieren sich auf die Klärung offener Steuerfragen mit globalen Behörden sowie auf die Steuerung komplexer konzerninterner Zahlungsströme. Davon hängt ab, ob in der zweiten Jahreshälfte weitere Ausschüttungen an die Gläubiger erfolgen können.

Die endgültige Schließung der Insolvenzakten nach fast zwei Jahrzehnten rückt damit näher. Entscheidend bleibt die Einigung zwischen der US-Holding und den verbliebenen Ablegern in Europa und Asien. Sobald diese Hürden genommen sind, kann die Liquidation der Holding finalisiert werden.

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