Leidos Aktie: Rekordquartal geliefert

Der Rüstungskonzern meldet historischen operativen Cashflow und signifikante Auftragsgewinne. Die Prognose für 2026 bestätigt die Analystenerwartungen.

Leidos Aktie
Kurz & knapp:
  • Historischer Cashflow im vierten Quartal
  • Gewinn je Aktie steigt um 19 Prozent
  • Auftragsbuch mit 5,6 Milliarden Dollar gefüllt
  • Übernahme von Entrust für 2,4 Milliarden geplant

Der Rüstungs- und Technologiekonzern hat am gestrigen Montag seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und konnte dabei mit einem historischen Cashflow-Rekord aufwarten. Im Schlussquartal erzielte Leidos 495 Millionen Dollar aus der operativen Geschäftstätigkeit, der höchste Wert in einem vierten Quartal der Unternehmensgeschichte.

Der Gewinn je Aktie kletterte im Quartal um 19 Prozent auf 2,53 Dollar. Bereinigt um Sondereffekte lag das Ergebnis bei 2,76 Dollar je Anteilsschein – ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die operative Marge (EBITDA) verbesserte sich deutlich von 11,6 auf 13,2 Prozent.

Umsatz leicht unter Vorjahr

Die Erlöse sanken im vierten Quartal allerdings um vier Prozent auf 4,21 Milliarden Dollar. Als Hauptgründe nannte das Management eine zusätzliche Arbeitswoche im Vorjahresquartal sowie den sechswöchigen Government Shutdown im vierten Quartal 2025. Für das Gesamtjahr 2025 stieg der Umsatz dennoch um drei Prozent auf 17,17 Milliarden Dollar.

Entscheidend für die verbesserte Profitabilität waren laut Unternehmensangaben gesteigerte Effizienzgewinne bei bestimmten Festpreisprojekten sowie eine schärfere Kostenkontrolle über alle Geschäftsbereiche hinweg.

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Auftragsflut und Milliardenakquisition

Die Auftragsbücher füllten sich im Schlussquartal kräftig: Mit Neuaufträgen von 5,6 Milliarden Dollar erreichte Leidos ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,3. Besonders ins Gewicht fiel ein fünfjähriger Auftrag der Air Force im Volumen von 2,2 Milliarden Dollar für das ABADS-MD-Programm zur Luftverteidigung von Stützpunkten.

Weitere bedeutende Vertragsgewinne umfassten die Modernisierung der Cloud-Infrastruktur der Air Force (455 Millionen Dollar) sowie Arbeiten am Common Hypersonic Glide Body-Programm der Army. Zusätzlich sicherte sich Leidos Positionen auf zwei großvolumigen IDIQ-Verträgen mit Obergrenzen von 151 Milliarden Dollar (MDA SHIELD) und 24,5 Milliarden Dollar (DMEA ATSP5).

Nach Quartalsende gab Leidos die geplante Übernahme des Energieinfrastruktur-Spezialisten Entrust für 2,4 Milliarden Dollar bekannt. Der Deal soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

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Ausblick bestätigt Erwartungen

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt Leidos Erlöse zwischen 17,5 und 17,9 Milliarden Dollar in Aussicht. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Management mit 12,05 bis 12,45 Dollar. Diese Prognose deckt sich weitgehend mit den Analystenschätzungen von 12,29 Dollar je Anteilsschein bei Erlösen von 17,89 Milliarden Dollar.

Der operative Cashflow soll 2026 bei rund 1,75 Milliarden Dollar liegen – das entspräche in etwa dem Vorjahreswert. Im Gesamtjahr 2025 hatte Leidos 1,75 Milliarden Dollar aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet und daraus einen freien Cashflow von 1,63 Milliarden Dollar generiert.

Am Freitag beschloss der Verwaltungsrat zudem eine Quartalsdividende von 0,43 Dollar je Aktie, zahlbar am 31. März 2026 an Aktionäre mit Eintragung vom 16. März. Im vorbörslichen Handel am Montag gab die Aktie 1,54 Prozent auf 173,49 Dollar nach.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.