Der US-Wohnungsbaukonzern Lennar steht zu Beginn der neuen Handelswoche vor einer vielschichtigen Gemengelage. Während die Aktie heute im europäischen Handel mit 71,48 Euro um 0,8 Prozent zulegen kann, bleibt das Marktumfeld für den Bauträger anspruchsvoll. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 19 Prozent.
Berkshire Hathaway stockt Beteiligung auf
Rückendeckung erhielt Lennar zuletzt von prominenter Seite. Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC belegen, dass die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway zwischen dem 28. und 30. September weitere Anteile erwarb. Für rund 53,8 Millionen Dollar kaufte das Unternehmen 660.410 Aktien zu Preisen zwischen 80 und 82 Dollar je Stück.
Nach Abschluss dieser Transaktionen hält Berkshire Hathaway nun 26.034.436 Aktien der Gattung Class A sowie 553.000 Anteilsscheine der Class B. Dieser Zukauf unterstreicht das anhaltende Engagement des Großaktionärs im US-Bausektor, vermochte den jüngsten Verkaufsdruck an den Märkten jedoch nicht vollständig aufzuhalten.
Vorwürfe um Millrose Properties und Analystenskepsis
Belastet wurde die Stimmung am Freitag durch Vorwürfe von Hunterbrook. Im Mittelpunkt steht die finanzielle Beziehung zwischen Lennar und Millrose Properties, einem im Jahr 2025 ausgegliederten Land-Banking-REIT. Hunterbrook verwies auf mehr als 700 Hauskäufe von Millrose bei Lennar innerhalb von rund einem Monat.
Das Transaktionsvolumen dieser Käufe über 51 Landkreise und 15 US-Bundesstaaten hinweg bezifferte Hunterbrook auf rund 200 Millionen Dollar. Dabei wurden Bedenken hinsichtlich der Umsatzabhängigkeit von Millrose geäußert. Auch die Stimmrechtsbeteiligung von Lennar-CEO Stuart Miller an dem REIT geriet ins Visier der Kritik.
Zusätzliche Zurückhaltung signalisierte die US-Bank Morgan Stanley, die am 1. Oktober die Einstufung für Lennar mit „Underweight“ und einem Kursziel von 65,00 Dollar aufnahm. Die Analysten verwiesen dabei auf Margenrisiken durch Grundstückskosten sowie Anreize für Käufer im Rahmen des kapitalarmen Geschäftsmodells des Unternehmens.
Operative Expansion und anstehende Dividende
Gleichzeitig treibt das Unternehmen seine Expansion voran. Am 24. September gab Lennar den Markteintritt in Des Moines bekannt und startete den Verkauf in fünf Wohnsiedlungen in Central Iowa. Es sind die ersten Wohnungsbauaktivitäten des Konzerns in diesem Bundesstaat.
Für Einkommensorientierte steht zudem ein wichtiger Stichtag bevor. Lennar beschloss am 23. September eine Quartalsdividende von 0,50 Dollar je Aktie für beide Anteilsklassen. Anspruchsberechtigt sind Aktionäre, die die Papiere zum Handelsschluss am 7. Oktober halten. Die Ausschüttung erfolgt am 22. Oktober 2026.
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