Die Kapitalerhöhung von Lenzing ist praktisch durch. Aktionäre haben nahezu alle angebotenen neuen Aktien gezeichnet, nur ein kleiner Rest bleibt übrig. Das Unternehmen veröffentlichte das vorläufige Ergebnis des Bezugsangebots am Abend per Ad-hoc-Mitteilung.

Fast vollständige Ausübung

Bis 16:00 Uhr am letzten Tag der Bezugsfrist wurden 34.411.626 der insgesamt 34.756.362 neuen Aktien bezogen. Das entspricht einer Ausübungsquote von 99,0 Prozent. Der Bezugspreis lag bei 8,65 Euro je Aktie, der Brutto-Emissionserlös soll rund 300 Millionen Euro betragen. Die Maßnahme ist vollständig garantiert.

Den Löwenanteil übernahmen die Großaktionäre. Das Syndikat aus B&C Gruppe und Suzano bezog 18.159.291 Aktien, gut 52 Prozent des Angebots. Die Oberbank zeichnete weitere 1.344.177 Stück, knapp 4 Prozent.

Für ein Angebot dieser Größenordnung ist die Quote ungewöhnlich hoch. Sie zeigt, dass die bestehenden Aktionäre den Kurs der Finanzierung weitgehend mittragen.

Restplatzierung und Handelsstart

Die wenigen nicht bezogenen Aktien verkaufen die Konsortialbanken im Markt. Der Angebotspreis muss mindestens dem Bezugspreis entsprechen. Ein Abschlag unter 8,65 Euro ist damit ausgeschlossen.

Die Abwicklung und Lieferung sind voraussichtlich für den 23. Oktober 2026 vorgesehen. Dann sollen auch alle neuen Aktien unter der bestehenden ISIN im Prime Market der Wiener Börse handelbar werden. Voraussetzung ist die Eintragung der Kapitalerhöhung im Firmenbuch. Lenzing behält sich zudem das Recht vor, das Angebot zu beenden.

Die neuen Papiere sind ab dem 1. Januar 2026 gewinnberechtigt. Mit dem Handelsstart am 23. Oktober endet die Kapitalmaßnahme operativ, vorausgesetzt, der Firmenbuch-Eintrag erfolgt wie geplant.