Lenzing strebt mit seinem Performance-Programm gegenüber den Ist-Werten des Vorjahres zusätzliche Einsparungen von insgesamt EUR 120 Mio. an. Wie das Unternehmen heute mitteilte, waren bis zum 30. September Dienstverhältnisse von mehr als 260 Vollzeitäquivalenten rechtlich beendet.

Zum Programm gehören geplante Produktionseinstellungen an zwei Standorten: In Heiligenkreuz soll die Produktion bis Ende des ersten Quartals 2027 enden, in Grimsby bis Ende 2027.

Die Aktie steigt heute um 3,3%. Einen ausdrücklichen Zusammenhang zwischen der Kursbewegung und den Unternehmensmeldungen hat Lenzing nicht hergestellt.

Wertberichtigungen belasten das Ergebnis

Nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte in Heiligenkreuz und Grimsby belasteten das Ergebnis mit EUR 136,1 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres bei EUR -55,1 Mio.

Unter dem Strich vergrößerte sich der Verlust nach Steuern auf EUR 130,3 Mio., nach EUR 105,0 Mio. im Vorjahr. Der Umsatz sank im selben Zeitraum auf EUR 1.926,3 Mio.

Im Vergleichszeitraum hatte Lenzing noch EUR 1.972,0 Mio. umgesetzt. Zugleich erwirtschaftete das Unternehmen einen positiven Free Cashflow von EUR 24,7 Mio.

Bereinigte Profitabilität verbessert sich

Das bereinigte EBITDA blieb in den ersten neun Monaten 2026 mit EUR 353,0 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich auf 18,3 Prozent.

Im Vorjahreszeitraum hatte diese Marge 17,9 Prozent betragen. Damit stehen der verbesserten bereinigten Profitabilität ein rückläufiger Umsatz und ein höherer Verlust nach Steuern gegenüber.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Lenzing ein bereinigtes EBITDA zwischen EUR 430 Mio. und EUR 460 Mio.