Die Oberbank hat am Freitag durch Ausübung von Bezugsrechten 1.344.177 Lenzing-Aktien erworben. Der Erwerb erfolgte zu je 8,65 EUR, wie die Bank in einer Pflichtmitteilung bekanntgab.

Weitere Käufe im Unternehmensumfeld

Auch Lenzing-Vorstandsmitglied Christian Skilich kaufte am Freitag Aktien des Unternehmens. Seine gemeldete Transaktion umfasste 1.710 Aktien, ebenfalls zum Bezugspreis der Kapitalerhöhung.

Die B&C KB Holding GmbH erwarb bereits am Donnerstag durch Ausübung von Bezugsrechten 8.689.086 Lenzing-Aktien. Die Transaktion erfolgte außerhalb eines Handelsplatzes. In der Pflichtmitteilung wird die Gesellschaft als nahestehende Person eines Aufsichtsratsmitglieds der Lenzing AG geführt.

Den Rahmen dieser Erwerbe bildet die vor gut einer Woche abgeschlossene Kapitalerhöhung. Lenzing gab dabei 34.756.362 neue Aktien aus und erzielte einen Bruttoerlös von rund 301,2 Mio. EUR. Bestehende Aktionäre bezogen 99 % des Angebots.

Lenzing will den Erlös nach eigenen Angaben für die Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ und zur Stärkung der Kapitalstruktur verwenden.

Produktion in Heiligenkreuz läuft länger

Bei der Neuordnung seiner Standorte hat Lenzing unterdessen den Zeitplan für Heiligenkreuz geändert. Medienberichten vom Donnerstag zufolge verschob das Unternehmen die geplante Schließung des Werks vom Jahresende 2026 auf das erste Quartal 2027.

Bis dahin soll die Produktion nach Angaben eines Unternehmenssprechers auf andere Standorte transferiert werden. Die Verschiebung betrifft ein Werk mit rund 285 Beschäftigten.

Lenzing stehe zudem mit etwa 30 Interessenten über eine mögliche Übernahme des Standorts in Kontakt, hieß es in dem Medienbericht.

Der nächste bestätigte Berichtstermin ist der 5. November 2026. Dann veröffentlicht Lenzing die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026.