Die Oberbank und Christian Skilich haben am Freitag Lenzing-Aktien zum Preis von jeweils EUR 8,65 erworben. Die Oberbank übte dafür Bezugsrechte aus und übernahm 1.344.177 Aktien, wie aus ihrer Pflichtmitteilung hervorgeht. Beide Transaktionen stehen im Zusammenhang mit der abgeschlossenen Kapitalerhöhung.
Bezugsrechte und weitere Aktienkäufe
Die Oberbank steht in enger Beziehung zu Lenzing-Aufsichtsrat Martin Seiter. Skilich meldete den Kauf von 1.710 Aktien; auch seine Transaktion fand am Freitag statt.
Bereits am Donnerstag hatte die B&C KB Holding durch die Ausübung von Bezugsrechten Lenzing-Aktien erworben. Die Gesellschaft steht in enger Beziehung zu Aufsichtsrat Patrick Lackenbucher. Auch dieser Erwerb erfolgte laut Pflichtmitteilung zum Bezugspreis.
Die abgeschlossene Kapitalerhöhung brachte Lenzing einen Brutto-Emissionserlös von EUR 301,2 Mio. Über die Bezugsrechte wurden 99 % des Angebots gezeichnet. Die Konsortialbanken verkauften die übrigen Aktien zu mindestens dem Bezugspreis.
Lenzing will den Erlös für die Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ sowie zur Stärkung der Kapitalstruktur einsetzen. Insgesamt gab das Unternehmen im Rahmen der abgeschlossenen Kapitalerhöhung 34.756.362 neue Aktien aus.
Mehr Zeit für Heiligenkreuz
Eine weitere Unternehmensmeldung betrifft den Standort Heiligenkreuz im Südburgenland: Lenzing verschob dessen geplante Schließung von Ende 2026 auf das erste Quartal 2027. Ein Unternehmenssprecher bestätigte die Verschiebung am Donnerstag gegenüber der APA.
Am Standort arbeiten rund 285 Beschäftigte. Für eine mögliche Übernahme steht Lenzing nach Angaben des Unternehmenssprechers mit etwa 30 Interessenten in Kontakt. Die Gespräche betreffen damit eine mögliche Übernahme; die Schließung bleibt für den verschobenen Zeitraum geplant.
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