Lenzing hat gestern für die ersten neun Monate 2026 einen Rückgang des EBITDA auf EUR 316,4 Mio. gemeldet. Im Vorjahr hatte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen EUR 340,4 Mio. betragen. Die Aktie verliert heute 2,2%.

Verlust steigt bei nahezu stabilem bereinigtem Ergebnis

Auch unter dem Strich verschlechterte sich das Ergebnis: Nach Unternehmensangaben erhöhte sich der Verlust nach Steuern auf EUR 130,3 Mio. In der entsprechenden Vorjahresperiode hatte Lenzing einen Verlust von EUR 105,0 Mio. ausgewiesen.

Der Umsatz sank in den ersten neun Monaten 2026 auf EUR 1.926,3 Mio., nach EUR 1.972,0 Mio. im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA blieb nach Angaben von Lenzing mit EUR 353,0 Mio. dagegen nahezu stabil.

Bereits am 28. Oktober hatte die Deutsche Bank ihr Kursziel für Lenzing von EUR 22 auf EUR 12,7 gesenkt. Medienberichten zufolge beließ das Analysehaus die Einstufung dabei auf „Hold“.

Nach der Kapitalerhöhung erhöhte sich die Gesamtzahl der Stimmrechte auf 73.374.542, wie Lenzing am 30. Oktober mitteilte. Das neue Grundkapital beträgt EUR 76.204.702,90.

Verkaufsprozess für Heiligenkreuz geht weiter

Beim Werk Heiligenkreuz geht der Verkaufsprozess unterdessen in die nächste Phase. Medienberichten vom Mittwoch zufolge soll Mitte November der Kreis von rund 30 Interessenten verkleinert werden.

Bis Jahresende soll Klarheit darüber entstehen, ob der Standort verkauft oder geschlossen wird. Die Produktion soll bis Ende März 2027 weiterlaufen.

Für die Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2026 hat Lenzing den 18. März 2027 angesetzt.