Linde fängt sich nach turbulenten Handelswochen wieder. Der Industriegaskonzern stabilisiert seinen Kurs aktuell knapp oberhalb der wichtigen 200-Tage-Linie bei 411,39 Euro. Große Investoren nutzen die jüngste Korrektur offenbar zum Einstieg.
Rückendeckung durch Großinvestoren
Frische Daten belegen das anhaltende Interesse institutioneller Anleger. Ninepoint Partners kaufte zuletzt über 5.000 Anteile, während Hikari Power eine Position von 40.400 Aktien aufbaute. Insgesamt halten Profi-Investoren fast 83 Prozent aller umlaufenden Papiere. Diese schätzen das defensive Geschäftsmodell und die hohe Sichtbarkeit künftiger Gewinne.
Rekord-Auftragsbestand als Basis
Die fundamentale Stütze bildet ein historischer Auftragsbestand von 11,1 Milliarden Dollar. Davon entfallen allein 8,1 Milliarden Dollar auf den Bereich Gasverkauf, während die Engineering-Sparte 3 Milliarden Dollar beisteuert. Das Unternehmen profitiert massiv von Investitionen in die Halbleiter-Infrastruktur in den USA und Taiwan.
Parallel dazu treibt der Konzern die Energiewende voran. Saubere Energieanwendungen machen bereits 57 Prozent des Auftragsbestands im Gasgeschäft aus. Das Management prüft obendrein strategische Optionen für das US-Heimpflegegeschäft Lincare. Dieser Schritt soll die Profitabilität im Kerngeschäft weiter schärfen.
Stabile Margen trotz Volatilität
Im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz um gut neun Prozent auf 9,29 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 4,50 Dollar. Höhere Preise und ein leicht gestiegenes Absatzvolumen von jeweils zwei Prozent stützten dieses Ergebnis maßgeblich.
Der Vorstand hält an seinem Ausblick für das laufende Geschäftsjahr fest. Er erwartet einen bereinigten Gewinn zwischen 17,70 Dollar und 17,90 Dollar je Aktie. Aktionäre erhalten im September eine Quartalsdividende von 1,60 Dollar. Mit einem aktuellen Kurs von 418,00 Euro testet die Aktie nun den nachhaltigen Ausbruch aus der Konsolidierungszone.
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