Der Industriegase-Riese Linde hat heute seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Während der Umsatz solide zulegte, rutschte der Gewinn deutlich ab. Gleichzeitig zeigt sich CEO Sanjiv Lamba optimistisch für 2026 und hebt die Prognose an. Was steckt hinter dieser Diskrepanz?
Gewinnrückgang trotz Umsatzplus
Im vierten Quartal 2025 sank der Nettogewinn von Linde um elf Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie fiel von 3,60 auf 3,26 Dollar – ein Minus von neun Prozent. Verantwortlich dafür waren vor allem Belastungen aus der Linde-AG-Kaufpreisallokation sowie Restrukturierungskosten.
Bereinigt um diese Sondereffekte ergibt sich allerdings ein freundlicheres Bild: Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um sechs Prozent auf 4,20 Dollar. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 8,76 Milliarden Dollar zu. Hier trugen vor allem Preiserhöhungen von zwei Prozent und höhere Volumina von einem Prozent bei – letztere primär durch neue Projektanläufe im Elektronikgeschäft. Zusätzlich steuerten Akquisitionen ein Prozent zum Wachstum bei.
Die bereinigte operative Marge erreichte 29,5 Prozent und lag damit 40 Basispunkte unter dem Vorjahr. Der operative Cashflow wuchs hingegen kräftig um acht Prozent auf 3,03 Milliarden Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Linde?
Regionale Unterschiede prägen das Bild
Regional zeigt sich ein gemischtes Bild: In Amerika kletterte der Umsatz um acht Prozent auf 3,88 Milliarden Dollar, getrieben von höheren Preisen und Volumina im Elektroniksektor. Die operative Marge erreichte starke 30,9 Prozent.
Im Raum Asien-Pazifik stiegen die Erlöse um drei Prozent auf 1,73 Milliarden Dollar. Hier wirkten sich Volumenzuwächse in den Bereichen Elektronik sowie Chemie und Energie positiv aus. Die Marge lag bei 29,1 Prozent.
Europa, Naher Osten und Afrika verzeichneten zwar ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 2,18 Milliarden Dollar – allerdings sanken die organischen Verkäufe um zwei Prozent. Schwächer laufende Volumina im Chemie- und Energiesektor belasteten hier. Die operative Marge blieb mit 35,4 Prozent dennoch die höchste aller Regionen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Linde?
Starkes Gesamtjahr und optimistischer Ausblick
Für das Gesamtjahr 2025 meldete Linde einen Umsatz von 34,0 Milliarden Dollar – ein Plus von drei Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um sechs Prozent auf 16,46 Dollar. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich um 30 Basispunkte auf 29,8 Prozent. Die Kapitalrendite erreichte 24,2 Prozent.
Bemerkenswert: Der operative Cashflow sprang um zehn Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar. Davon flossen 7,4 Milliarden Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe zurück an die Aktionäre.
Für 2026 gibt sich Linde zuversichtlich. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 17,40 bis 17,90 Dollar steigen – ein Wachstum von sechs bis neun Prozent. Ohne Währungseffekte liegt die Prognose bei fünf bis acht Prozent. Bereits für das erste Quartal 2026 peilt das Management 4,20 bis 4,30 Dollar je Aktie an.
CEO Lamba betont die Stärke des Geschäftsmodells und verweist auf den Projektauftragsbestand von zehn Milliarden Dollar. Geplante Investitionen von 5,0 bis 5,5 Milliarden Dollar sollen das Wachstum weiter antreiben.
Linde-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Linde-Analyse vom 5. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Linde-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Linde-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Linde: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

