Lindsay Aktie: Zahlen enttäuschen deutlich

Lindsay verpasst Gewinn- und Umsatzerwartungen im zweiten Quartal deutlich. Der Kurs stürzt vorbörslich ab, während das Bewässerungsgeschäft unter schwacher Nachfrage leidet.

Lindsay Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn je Aktie deutlich unter Analystenschätzungen
  • Umsatz fällt sowohl unter Erwartungen als auch Vorjahreswert
  • Starke Einbrüche im Infrastruktursegment
  • Solide Bilanz und laufende Aktienrückkäufe

Die Zahlen zum zweiten Fiskalquartal 2026 sind da — und sie fallen spürbar schlechter aus als erwartet. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,15 Dollar, während Analysten mit 1,70 Dollar gerechnet hatten. Das Minus von rund 32 Prozent gegenüber der Konsensschätzung ließ den Kurs vorbörslich um mehr als neun Prozent einbrechen.

Auch beim Umsatz verfehlte Lindsay die Erwartungen. Mit 157,7 Millionen Dollar blieb das Unternehmen rund neun Prozent unter dem Analystenkonsens von 173,5 Millionen Dollar — und zugleich 16 Prozent unter dem Vorjahreswert von 187,1 Millionen Dollar.

Wo der Druck herkommt

Das Kerngeschäft mit Bewässerungsanlagen leidet unter anhaltend schwacher Nachfrage. In Nordamerika drücken niedrige Rohstoffpreise und gedämpfte Stimmung unter Landwirten auf die Investitionsbereitschaft. In Brasilien hemmen hohe Zinsen die Kreditvergabe — viele Kunden warten auf den neuen Agrarkreditplan der Regierung, der erst im Juli erscheinen soll. Das internationale Bewässerungsgeschäft stagnierte insgesamt bei rund 141 Millionen Dollar Segmentumsatz, ein Rückgang von fünf Prozent.

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Noch stärker traf es das Infrastruktursegment: Der Umsatz brach von 38,9 auf 16,5 Millionen Dollar ein — ein Rückgang von 58 Prozent. Ursache ist das Fehlen eines 20-Millionen-Dollar-Großauftrags im Bereich Road Zipper, der im Vorjahreszeitraum die Zahlen aufgebläht hatte. Bereinigt darum wuchs das Segment immerhin um sechs Prozent, getragen von stärkeren Umsätzen mit Straßensicherheitsprodukten.

Das Ergebnis: Das operative Ergebnis stürzte von 32,1 auf 13,0 Millionen Dollar ab, die operative Marge schrumpfte von 17,2 auf 8,3 Prozent.

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Lichtblicke im Tief

Trotz des schwachen Quartals gibt es Substanz in der Bilanz. Die verfügbare Liquidität liegt bei 236,1 Millionen Dollar, der Verschuldungsgrad ist gering. Während des Quartals wurden zudem Aktienrückkäufe im Volumen von 25,2 Millionen Dollar abgeschlossen — im laufenden Geschäftsjahr summiert sich das bereits auf 55,5 Millionen Dollar.

Ein laufendes 80-Millionen-Dollar-Bewässerungsprojekt in der MENA-Region verläuft nach Plan. Für das aktuelle Fiskaljahr erwartet das Management daraus Umsätze von rund 70 Millionen Dollar. Risiken rund um den anhaltenden Nahostkonflikt beobachtet das Unternehmen genau — kurzfristige Lieferverzögerungen sind möglich, die bisherigen Lieferketten gelten jedoch als stabil.

Im Bereich Straßensicherheit wurden zwei neue Produkte vorgestellt: ein Kanalführungssystem für Notfall- und Alltagsanwendungen sowie ein neuartiger lkw-montierter Auffahrschutz. Das Nebraska-Produktionswerk soll zudem Anfang 2027 um eine neue Verzinkungsanlage erweitert werden — vorerst werden die erhofften Effizienzgewinne allerdings noch von steigenden Abschreibungen überlagert.

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