LION E-Mobility hält trotz eines deutlichen Rückgangs bei Umsatz und Ergebnis in den ersten sechs Monaten an seinen Zielen für das laufende Geschäftsjahr fest.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wird für 2026 weiterhin ein Umsatz von über 35 Millionen Euro sowie ein deutlich positives EBITDA erwartet. Die Zuversicht des Managements gründet auf der Erwartung, dass der wesentliche Teil der Erlöse erst in der zweiten Jahreshälfte, mit einem Schwerpunkt auf dem vierten Quartal, verbucht wird.

Technologiewechsel belastet erste Jahreshälfte

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres waren maßgeblich von einer strategischen Produktionspause geprägt. Der Umsatz verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 10,4 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro. Gleichzeitig sank das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) spürbar und erreichte ein Niveau von 0,1 Millionen Euro.

Medienberichten zufolge resultierten diese Einbußen aus einer zweimonatigen Werksschließung, die für die Umstellung der Fertigungsprozesse notwendig war. Ziel war die Implementierung der neuen NMC+-Batteriepack-Technologie. Nach der planmäßigen Wiederaufnahme der Produktion Ende Juni konnten bereits am 2. Juli die ersten Einheiten dieser neuen Hochleistungs-Batteriepacks an Kunden ausgeliefert werden.

Aktie reagiert mit deutlichem Kursplus

Anleger nahmen die Bestätigung der Prognose sowie den erfolgreichen Technologiewechsel heute positiv auf. Die Aktie von LION E-Mobility verzeichnete einen Zuwachs von 9,5 Prozent und notiert bei 2,08 Euro. Damit setzt der Wert seine positive Tendenz fort, die seit Beginn des Jahres zu einem Kursplus von insgesamt 118 Prozent geführt hat.

Parallel zur mobilen Batteriesparte treibt das Unternehmen den Ausbau des Geschäfts mit stationären Speichersystemen voran. In Finsterwalde/Massen entsteht derzeit in Kooperation mit der Renoc Alternative Energien GmbH und den örtlichen Stadtwerken ein Großspeicher. Das Projekt hat bereits die erste Bauphase erreicht und soll künftig eine Speicherkapazität von 20 MWh bereitstellen.

Strategische Neuausrichtung im Speichersegment

Zur Unterstützung dieser Wachstumsstrategie im Bereich der stationären Energiespeicher (BESS) wurde das Führungsteam erweitert. Bereits Ende Juni übernahm Winfried Wahl die Position als Head of BESS Strategy. Seine Aufgabe ist die Schärfung des Profils in diesem Wachstumsmarkt, der neben der Elektromobilität ein zweites Standbein für das Unternehmen bilden soll. Mit der stabilisierten Produktion und den Großprojekten im Rücken fokussiert sich LION E-Mobility nun auf die Umsetzung der Aufträge für das absatzstarke Jahresende.