Lockheed Martin rückt in Washington ins Zentrum der US-Verteidigungspläne. Ein Treffen im Weißen Haus, neue Großaufträge und der Druck, die Produktion schnell hochzufahren, zeichnen ein klares Bild: Hier geht es nicht um kurzfristige Symbolik, sondern um Kapazitäten. Was heißt das konkret für die nächsten Quartale?
Weißes Haus erhöht den Takt
Am Freitag (6. März) saß die Konzernspitze gemeinsam mit anderen großen Rüstungszulieferern im Weißen Haus am Tisch. Präsident Trump bestätigte die Teilnahme mehrerer Branchengrößen und machte nach dem Treffen öffentlich, man habe sich darauf verständigt, die Produktion von „Exquisite Class“-Waffensystemen zu vervierfachen, um „so schnell wie möglich“ hohe Stückzahlen zu erreichen. In zwei Monaten soll es ein Folgetreffen geben.
Der Hintergrund ist brisant, aber operativ klar: Das Pentagon will Bestände auffüllen – unter anderem nach Einsätzen im Nahen Osten. Parallel arbeitet das Verteidigungsministerium laut Bericht an einem zusätzlichen Budgetpaket von rund 50 Milliarden US-Dollar, das genau diese Ersatzbeschaffungen finanzieren soll. Gleichzeitig verschärft die Regierung den Ton gegenüber Auftragnehmern: Priorität hat die Fertigung, nicht die Ausschüttungspolitik. Bereits im Januar wurde per Executive Order angekündigt, Unternehmen zu identifizieren, die bei Verträgen als „unterperformend“ gelten, während sie Gewinne an Aktionäre ausschütten.
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1,9 Milliarden Dollar für C-130J-Training
Nur wenige Tage vor dem Gipfel kam der nächste Baustein dazu: Die Sparte Rotary and Mission Systems erhielt von der US Air Force einen potenziellen 13-Jahres-Vertrag über 1,9 Milliarden US-Dollar für Trainingssysteme rund um die C-130J „Super Hercules“. Das IDIQ-Konstrukt (Abrufvertrag) soll Produktion, Modernisierung, Instandhaltung und Betrieb der Systeme über viele Jahre absichern. Die Auslieferungen können sich bis Ende Februar 2039 ziehen, mit Arbeiten auch in Deutschland und Japan.
Der Auftrag passt in ein Umfeld, in dem Produktionsausweitungen ohnehin laufen. Für PAC‑3-Abfangraketen wurde im Januar eine deutliche Kapazitätserhöhung vereinbart (auf 2.000 Stück pro Jahr von zuvor rund 600). Zudem plant das Unternehmen, die THAAD-Produktion auf 400 Einheiten pro Jahr von 96 zu vervierfachen. Mit dem Baustart für ein „Munitions Acceleration Center“ in Arkansas signalisiert der Konzern, dass die Kapazitätserweiterung nicht nur auf dem Papier steht.
Starke Basis aus Q4 – und ein Personalwechsel
Die operative Ausgangslage untermauert den Rückenwind: Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 9% auf 20,32 Milliarden US-Dollar und lag damit über den Erwartungen. Besonders dynamisch wuchs der Bereich Missiles and Fire Control mit plus 18% auf 4,02 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn sprang konzernweit auf 2,33 Milliarden US-Dollar, während der Auftragsbestand zum Jahresende mit 193,62 Milliarden US-Dollar einen Rekord markierte. Für 2026 stellt das Management 77,5 bis 80,0 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht.
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Auch intern stellt sich die Kommunikation zum Kapitalmarkt neu auf: Mark Kvasnak übernimmt ab dem 16. März den Posten als Vice President Investor Relations. Er folgt auf Maria Ricciardone, die als Treasurer im Unternehmen bleibt.
An der Börse spiegelt sich die Gemengelage bereits wider. Mit einem Schlusskurs von 578,70 Euro am Freitag liegt die Aktie nur knapp unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch und hat seit Jahresbeginn deutlich zugelegt.
Am konkretesten wird der nächste Impuls aus zwei Richtungen kommen: Ende März steht die Dividendenauszahlung für das erste Quartal an (Zahltag 27. März), und zugleich dürfte der Markt genau verfolgen, wie schnell sich die angekündigten Produktionssteigerungen tatsächlich in Lieferfähigkeit, Kostenprofil und Folgeaufträgen niederschlagen.
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