Das Pentagon plant ein historisches Rekordbudget von 1,5 Billionen US-Dollar. Bei Lockheed Martin kommt dieser Geldregen vorerst nicht an. Der Rüstungskonzern kämpft mit Verzögerungen bei wichtigen Flugzeugprogrammen und verfehlt die Erwartungen der Wall Street. Anleger strafen die Aktie ab.
Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von rund 18 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 6,44 US-Dollar und verfehlte die Schätzungen der Analysten.
Die Enttäuschung spiegelt sich im Kursverlauf wider. Aktuell notiert das Papier in Frankfurt bei 439,50 Euro. Auf Monatssicht verzeichnet die Aktie damit ein Minus von fast 16 Prozent.
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Produktionsstau in der Luftfahrtsparte
Der Rückgang des Nettogewinns auf 1,49 Milliarden US-Dollar resultiert primär aus Problemen in der Luftfahrtsparte. Insbesondere bei den Programmen F-16 und C-130 hakt die Produktion. Diese Verzögerungen drückten den Segmentumsatz um einen dreistelligen Millionenbetrag. Das Management hält dennoch an der Jahresprognose fest. Der Vorstand erwartet für 2026 weiterhin Erlöse am oberen Ende der Spanne von 80 Milliarden US-Dollar.
CEO Jim Taiclet sieht in der Neuausrichtung der US-Administration eine massive Chance. Das Weiße Haus hat ein Verteidigungsbudget beantragt, das den Vorjahreswert um 445 Milliarden US-Dollar übersteigt. Lockheed Martin will in diesem Umfeld bürokratische Hürden abbauen und Risiken bei Festpreisverträgen reduzieren.
Parallel dazu sichert sich der Konzern wichtige Neuaufträge. Das Verteidigungsministerium bestellte PAC-3-Raketen für 4,7 Milliarden US-Dollar. Für die Wartung der C-130J-Flotte fließen weitere 1,9 Milliarden US-Dollar. Ein Lichtblick zeigt sich beim F-35-Kampfjet. Das Pentagon plant, die Bestellungen im kommenden Jahr auf 85 Einheiten fast zu verdoppeln.
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Analysten korrigieren Kursziele
Die verfehlten Quartalsziele zwingen die Wall Street zur Neubewertung. Mehrere Investmentbanken passten ihre Erwartungen nach unten an:
- Morgan Stanley: Senkung auf 653 US-Dollar (Einstufung „Equalweight“)
- Bank of America: Reduzierung auf 600 US-Dollar
- Jefferies: Anpassung auf 595 US-Dollar
Der Analystenkonsens liegt nun bei durchschnittlich 632 US-Dollar. Die Mehrheit der Experten rät aktuell zum Halten der Papiere. Aktionäre erhalten derweil eine geschätzte Dividendenrendite von 2,7 Prozent.
Abseits der Bilanzzahlen treibt Lockheed Martin seine Hochtechnologie-Projekte voran. Das Überschall-Testflugzeug X-59 absolvierte kürzlich seinen neunten Testflug erfolgreich. Langfristig positioniert sich der Konzern für ein massives Investitionsprogramm des Pentagons. Der US-Verteidigungsplan sieht bis 2031 Mittel von über 77 Milliarden US-Dollar für neue Lenkflugkörper vor. Mit seinen JASSM-ER-Marschflugkörpern besetzt das Unternehmen hierbei eine zentrale Schlüsselposition.
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