Guggenheim hat gestern die Beobachtung von Lockheed Martin mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 735 $ aufgenommen. Das geht aus Medienberichten hervor. Die Aktie fällt heute um 0,9%; die positive Analysteneinschätzung steht damit einem schwächeren Tagesverlauf gegenüber.

Vergleich über Diskriminierungsvorwürfe

Das US-Justizministerium und die Gleichstellungsbehörde EEOC haben gestern einen Vergleich mit Lockheed Martin über insgesamt rund 29,5 Millionen $ bekannt gegeben. Damit werden Vorwürfe wegen Diskriminierung im Beschäftigungsverhältnis und damit zusammenhängender falscher Bescheinigungen beigelegt.

Von der Gesamtsumme entfallen 22 Millionen $ auf die US-Regierung. Rund 7,5 Millionen $ sind für mehr als 1.000 Beschäftigte vorgesehen.

Lockheed Martin bestreitet die Vorwürfe weiterhin. Das Unternehmen erklärte am Dienstag, es habe der Beilegung zugestimmt, um einen langwierigen Rechtsstreit zu vermeiden.

Investition und Testflug

Am Montag kündigte Lockheed Martin eine Investition von 420 Millionen $ am Standort Camden in Arkansas an. Sie soll die Produktionskapazitäten für PAC-3, THAAD und PrSM erhöhen. Über fünf Jahre sollen dort 650 Vollzeitstellen entstehen.

Gestern meldete das Unternehmen außerdem den Abschluss eines Testflugs seines noch in Entwicklung befindlichen, unbewaffneten Wiedereintrittskörpers Mk21A gemeinsam mit der US Air Force. Der Start erfolgte von der Vandenberg Space Force Base aus über den Pazifik.

Für die Entwicklung des Future Interceptor vergab die US Army am 29. Oktober zudem eine Vereinbarung an Lockheed Martin. Das Projekt hat einen geschätzten Umfang von 1,08 Milliarden $. Vorgesehen sind 660,4 Millionen $ an staatlicher Finanzierung sowie eine von Lockheed Martin zugesagte Kostenbeteiligung von 423 Millionen $.