LPKF Laser: 23,70 Euro überschießen Montega-Ziel

LPKF-Aktie steigt trotz schwacher Quartalszahlen rasant. Hoffnung auf Halbleiteraufträge treibt Kurs auf neues Jahreshoch.

LPKF Laser Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktienkurs steigt um 215 Prozent in 30 Tagen
  • LIDE-Technologie als Hoffnungsträger für Chipindustrie
  • Erste Produktionsaufträge im zweiten Quartal erwartet
  • Operatives Ergebnis rutscht tiefer in die Verlustzone

Starke Fantasie, schwache Zahlen — bei LPKF Laser klaffen Börsenbewertung und operatives Tagesgeschäft derzeit weit auseinander. Investoren wetten massiv auf den Durchbruch in der Halbleiterindustrie. Das treibt den Kurs in beispiellose Höhen und lässt selbst optimistische Analysten ratlos zurück.

Am Donnerstag schloss das Papier bei 23,90 Euro und markierte damit ein neues Jahreshoch. Allein in den vergangenen 30 Tagen explodierte der Wert um über 215 Prozent. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein massives Plus von fast 300 Prozent.

Hoffnungsträger Glasbearbeitung

Treiber dieser Rally ist nicht das aktuelle Geschäft, sondern die LIDE-Technologie zur hochpräzisen Glasbearbeitung. Glas-Substrate gelten als zentraler Baustein für kommende Chipgenerationen von Branchengrößen wie Intel oder TSMC. LPKF positioniert sich hier im Bereich Advanced Semiconductor Packaging.

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Aktuell testen zahlreiche Halbleiterkunden die Systeme in Entwicklungsumgebungen. Das Unternehmen befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen und erwartet erste Produktionsaufträge im laufenden zweiten Quartal. Parallel dazu erweitert LPKF das Angebot um Lösungen für das Vereinzeln glasbasierter Gehäuse.

Analysten hinken hinterher

Die rasante Kursentwicklung stellt Marktbeobachter vor Herausforderungen. Die Montega AG hob ihr Kursziel kürzlich deutlich von 9,00 auf 15,00 Euro an, beließ die Einstufung aber auf „Halten“.

Auslöser für die Anpassung ist die sich konkretisierende Perspektive im Halbleiterbereich. Die Analysten skizzieren ein langfristiges Szenario, in dem LPKF ab 2028 einen Konzernumsatz von mehr als 200 Millionen Euro erreicht. Dennoch liegt das neue Kursziel weit unter dem aktuellen Niveau. Das Potenzial erscheint selbst im optimistischen Fall bereits eingepreist.

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Operatives Geschäft schwächelt

Abseits der Halbleiter-Fantasie bleibt das Bild trüb. Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz auf 17,1 Millionen Euro. Ein schwaches Solargeschäft drückte das operative Ergebnis (EBIT) tiefer in die roten Zahlen auf minus 6,9 Millionen Euro.

Einziger Lichtblick im Tagesgeschäft ist der Auftragseingang. Dieser kletterte auf gut 24 Millionen Euro, getrieben von einer Belebung in den Segmenten Development und Electronics. Für das Gesamtjahr plant das Management mit Erlösen zwischen 105 und 120 Millionen Euro. Potenzielle Volumenaufträge aus dem Advanced Packaging sind in dieser Prognose bewusst noch nicht enthalten.

Der Vorstand hält an seinem Ziel fest, bis 2028 eine zweistellige EBIT-Marge zu erreichen. Die aktuelle Bewertung nimmt diese Erfolge bereits vorweg. Die Bewährungsprobe folgt in den kommenden Wochen: Liefert LPKF im zweiten Quartal die angekündigten Produktionsaufträge aus der Halbleiterindustrie, erhält die Rally ein fundamentales Fundament. Bleiben die Abschlüsse aus, droht eine harte Korrektur.

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