Nach einem Wochenanstieg von fast 260 Prozent seit Jahresbeginn hat LPKF Laser in den vergangenen sieben Tagen rund ein Viertel seines Wertes abgegeben. Jetzt taucht der Lasertechnik-Spezialist in einer aktuellen Übersicht zu meldepflichtigen Leerverkaufspositionen auf.
Zwei Fonds setzen auf fallende Kurse
Laut Bundesanzeiger-Daten halten zwei Adressen öffentlich gemeldete Netto-Short-Positionen in LPKF: Voleon Capital Management mit 1,37 Prozent und Qube Research & Technologies mit 1,05 Prozent. Zusammen kommen sie auf 2,42 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals — ein Gegenwert von rund 13 Millionen Euro.
Die EU-Transparenzregeln schreiben eine Veröffentlichung ab 0,5 Prozent vor. Beide Positionen liegen deutlich darüber.
Der Freitagsschluss von 21,60 Euro markiert ein Minus von 4 Prozent auf Tagesbasis und knapp 25 Prozent auf Wochensicht. Der Kurs liegt damit hauchdünn unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 21,89 Euro. Das 52-Wochen-Hoch von 30,20 Euro vom 22. Juni ist bereits 28 Prozent entfernt.
Operativer Jahresauftakt belastet
Die Fundamentaldaten liefern den Shortsellern Argumente. Im ersten Quartal 2026 erzielte LPKF einen Umsatz von 17,1 Millionen Euro — nach 25,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das EBIT verschlechterte sich auf minus 6,9 Millionen Euro.
Auf der anderen Seite stieg der Auftragseingang auf 24,1 Millionen Euro. Das Book-to-Bill-Verhältnis erreichte 1,4 — mehr Aufträge als Umsatz, was auf künftige Erlöse hindeutet. Genau diese Spannung zwischen schwachen Quartalszahlen und starker Auftragslage treibt die hohe Volatilität: Die annualisierte 30-Tage-Schwankungsbreite liegt bei 135 Prozent.
Was die kommende Woche bringt
Neue Unternehmensmeldungen stehen in der kommenden Woche nicht an. Den nächsten Finanzbericht — den Halbjahresbericht 2026 — veröffentlicht LPKF am 23. Juli.
Bis dahin dürften Veränderungen der gemeldeten Short-Positionen im Bundesanzeiger der wichtigste überprüfbare Indikator sein. Bauen Voleon und Qube ihre Positionen aus, signalisieren sie weiteren Abgabedruck. Reduzieren sie sich, könnte das die Zone um den 50-Tage-Durchschnitt stabilisieren.
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