LPKF Laser steht vor einer entscheidenden Woche. Am Mittwoch sackte die Aktie um 8,30 Prozent auf 25,40 Euro ab — nur zwei Tage nachdem das Papier bei 29,20 Euro ein 5-Jahres-Hoch markiert hatte. Parallel dazu baut ein prominenter Hedgefonds seine Wette auf fallende Kurse weiter aus.

Voleon vervierfacht Short-Position binnen Wochen

Voleon Capital Management erhöhte seine Netto-Leerverkaufsposition am 26. Mai von 2,02 auf 2,13 Prozent der ausgegebenen Aktien. Seit Ende April, als der Hedgefonds erstmals die Meldeschwelle von 0,5 Prozent überschritt, hat sich das Engagement damit mehr als vervierfacht. Der Schritt erfolgte exakt am Tag nach dem neuen Kurshoch — und unmittelbar vor dem heutigen Absturz.

Die Volatilität ist extrem. Binnen 30 Tagen legte die Aktie um über 50 Prozent zu, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 322 Prozent. Der RSI liegt bei 25,7 — ein Signal für überverkauftes Terrain. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 5,35 Euro beträgt mittlerweile 374 Prozent.

Operative Verluste verdoppelt, Auftragseingang steigt

Die Kursrallye basiert nicht auf operativer Stärke. Im ersten Quartal 2026 brach der Umsatz um 32,4 Prozent auf 17,1 Millionen Euro ein. Das EBIT verschlechterte sich von minus 3,9 auf minus 6,9 Millionen Euro — nahezu eine Verdopplung des Verlusts.

Der Auftragseingang kletterte parallel auf 24,1 Millionen Euro. Das entspricht einer Book-to-Bill-Ratio von 1,4. Fortschritte sieht das Management vor allem im Bereich Advanced Packaging und Halbleiterindustrie. CEO Klaus Fiedler kaufte am 20. Mai eigene Aktien im Wert von rund 42.000 Euro zu 21,00 Euro je Stück — deutlich unter dem aktuellen Kursniveau.

Anmeldefrist für Hauptversammlung endet morgen

Am 4. Juni findet in Hannover die ordentliche Hauptversammlung statt. Der Bilanzgewinn von 7,6 Millionen Euro wird komplett vorgetragen — eine Dividende gibt es nicht. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Neuwahl eines Aufsichtsratsmitglieds: Dr. Arne Schneider soll Dr. Dirk Michael Rothweiler nachfolgen.

Morgen, am 28. Mai, läuft die Anmeldefrist ab. Aktionäre, die ihre Stimmrechte ausüben wollen, müssen sich bis dahin registriert haben. Die Diskrepanz zwischen Kurseuphorie und operativen roten Zahlen dürfte auf der Versammlung zur Sprache kommen.