Ein Blogbeitrag und ein paar Tausend Klicks auf der Plattform X reichten aus, um die LPKF-Aktie in einen Rausch zu versetzen. Innerhalb von nur zwei Wochen schoss das Papier um über 60 Prozent nach oben. Am Donnerstag markierte der Kurs bei 10,65 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Das ist bemerkenswert.
Hinter der Kursdynamik steckt kein neuer Großauftrag und auch kein Quartalsbericht. Auslöser war eine Analyse der Plattform vlmkapital.com zur Halbleiter-Wertschöpfungskette. Der Text beleuchtet detailliert das Potenzial der LIDE-Technologie (Laser Induced Deep Etching) bei der Glasstrukturierung. Internationale Investoren griffen daraufhin bei extrem hohem Handelsvolumen zu.
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Montega zieht die Bremse
Die Analysten von Montega reagieren nun auf die vom operativen Geschäft entkoppelte Rally. Sie stuften den Titel am Donnerstag von „Kaufen“ auf „Halten“ herab. Das Kursziel von 9,00 Euro bleibt zwar bestehen, liegt aber mittlerweile deutlich unter dem aktuellen Marktniveau von 10,65 Euro. Der Bewertungspuffer ist aus Sicht der Experten schlicht aufgebraucht.
Inhaltlich liefert der virale Blogbeitrag laut Montega keine neuen Fakten, sondern bereitet bekannte Marktpotenziale lediglich fundiert auf. Eine jüngst vermeldete Partnerschaft zwischen der TPK Holding und der ASE Technology im Bereich Glas-Substrate bestätigt zwar den Branchentrend. Konkrete Auftragsimpulse für LPKF leiten sich daraus jedoch kurzfristig nicht ab.
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Hohe Kosten belasten 2026
Operativ zeigt sich ein gemischtes Bild. Während die Glas-Technologie die Fantasie weckt, schwächelt das umsatzstarke Solar-Segment. Hier drücken der harte Wettbewerb aus China und gestoppte Expansionspläne großer Kunden auf die Bilanz. Parallel dazu belasten hohe Restrukturierungskosten für das Effizienzprogramm „North Star“ das Ergebnis im laufenden Jahr. LPKF kalkuliert hier mit Aufwendungen in Höhe von drei bis vier Prozent des Umsatzes.
Der nächste Härtetest folgt mit dem anstehenden Bericht zum ersten Quartal 2026. Investoren warten auf handfeste Belege für Volumenaufträge in der Halbleitersparte, die über die bisherige vorsichtige Jahresplanung hinausgehen. CEO Dr. Fiedler dämpft derweil die Erwartungen an einen schnellen Durchbruch: Er rechnet erst ab 2027 mit einem spürbaren Ramp-up der LIDE-Technologie, während die Hochvolumenphase für 2029 prognostiziert wird.
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