Bei LPKF Laser klaffen Börsenwert und operative Realität derzeit weit auseinander. Die Aktie des Laserspezialisten jagt von einem Hoch zum nächsten, getrieben von einer Technologie, die erst in Jahren nennenswerte Umsätze abwerfen dürfte. Das ruft zunehmend Spekulanten auf den Plan.
Technologie-Fantasie treibt den Kurs
Allein im laufenden Jahr schoss das Papier um rund 156 Prozent in die Höhe. Aktuell notiert die Aktie bei 15,40 Euro und schiebt sich damit nah an ihr Jahreshoch heran. Auslöser dieser massiven Rallye ist die sogenannte LIDE-Technologie (Laser Induced Deep Etching).
Das Verfahren ermöglicht die hochpräzise Bearbeitung von Glas in der Chipindustrie. LPKF beherrscht dabei alle relevanten Glaszusammensetzungen, die für fortschrittliche Verpackungstechnologien von Halbleitern nötig sind. Experten dämpfen allerdings die kurzfristigen Erwartungen. Ein signifikanter Volumenhochlauf der Technologie wird branchenintern frühestens für das Jahr 2029 erwartet.
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Schwaches operatives Fundament
Bis dahin muss das Unternehmen mit dem bestehenden Kerngeschäft überzeugen. Das gestaltet sich aktuell schwierig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Konzern bei einem Umsatz von rund 115 Millionen Euro lediglich ein marginales bereinigtes operatives Ergebnis. Der Auftragsbestand schmolz zeitgleich auf gut 27 Millionen Euro ab.
Aufgrund dieser schwachen Geschäftsentwicklung bewertet das Analysehaus Montega den Titel mit „Halten“ und sieht das Kursziel bei 9,00 Euro. Die aktuelle Marktbewertung lockt derweil hochspekulative Derivate an. HSBC emittierte am Freitag einen Open End Turbo Call mit einer Knock-Out-Schwelle bei 15,02 Euro.
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Da die Aktie im Tagesverlauf zeitweise nur knapp über dieser Marke notierte, verdeutlicht die enge Barriere die hohe Nervosität im Handel. Mit einer annualisierten Volatilität von über 120 Prozent gleicht das Papier derzeit einem Spielball für kurzfristige Trader.
Blick auf die Quartalszahlen
Technische Indikatoren untermauern das überhitzte Bild. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert bei knapp 72, was auf einen stark überkauften Zustand hindeutet. Am 30. April legt das Management den Bericht zum ersten Quartal vor.
Dieser Termin markiert den nächsten harten Realitätscheck. Der Vorstand muss dann belegen, ob der jüngste Abwärtstrend beim Auftragseingang gestoppt wurde. Andernfalls droht bei der enormen Diskrepanz zwischen Ertragskraft und Börsenwert ein rascher Abbau der aufgebauten Technologie-Prämie.
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