Der Vermögensverwalter BlackRock hat seinen Anteil an der Lufthansa-Aktie erhöht. Aus einer Pflichtmitteilung geht hervor: BlackRock überschritt am 17. Juni die Meldeschwelle von 3 Prozent. In der Summe hält der Investor jetzt 4,04 Prozent der Stimmrechte. Das ist nicht viel, aber ein Signal.

Die Aktie notiert bei 9,16 Euro und damit gut 7 Prozent über ihrem Jahresanfangskurs. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 9,59 Euro beträgt nur 4,4 Prozent. Der langfristige Aufwärtstrend intakt.

Wichtige Änderung im Bündnis

Parallel dazu gibt es Bewegung im globalen Netzwerk. Asiana Airlines aus Südkorea verlässt zum 16. Dezember 2026 die Star Alliance. Für die Lufthansa Group bleibt das folgenlos. Sie gehört mit Swiss, Austrian, Brussels Airlines und ITA weiter zum Kern des Bündnisses.

Für Vielflieger gibt es eine Frist: Meilen auf Asiana-Flügen können nur noch bis zum 15. Oktober gesammelt werden. Bis zum Austrittsdatum im Dezember lassen sie sich einlösen. Am Incheon Airport in Seoul bleiben danach 14 Star-Alliance-Airlines aktiv. Kein Loch im Netz.

Neue Triebwerks-Partnerschaft

Auf Flottenebene dreht sich etwas. Lufthansa GEM, die Triebwerks-Sparte, schloss einen Zehnjahresvertrag mit BeauTech Power Systems. Es geht um Leasing von Ersatztriebwerken – darunter Typen wie CF34, CFM56, Leap und GTF.

Die Logik dahinter: Reserve-Triebwerke sollen Wartungsengpässe abfedern. Ein strukturelles Problem der Branche, das die Lufthansa mit diesem Deal angeht.

Vorsichtige Analysten

Die Analysten von Bernstein Research bleiben bei „Market-Perform“. Das Kursziel haben sie auf 7,90 Euro gesetzt. Ihre Begründung: Die Kapazitätsplanung der Airlines hängt stark vom Nahen Osten ab. Stabilisieren sich die Treibstoffpreise nach dem Sommer auf niedrigerem Niveau, sinkt der Druck auf weitere Kürzungen.

Bis dahin bleibt die Lufthansa-Aktie im Aufwind. Das 52-Wochen-Tief von 6,72 Euro liegt 36 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Die Erholung läuft – ob sie trägt, entscheidet sich im Herbst.