Lufthansa Aktie: Cashflow springt um 65 Prozent

Lufthansa reduziert den saisonalen Verlust im ersten Quartal dank starkem Cashflow und profitabler Töchter wie Technik und Eurowings.

Lufthansa Aktie
Kurz & knapp:
  • Operativer Verlust auf 612 Millionen Euro gesunken
  • Freier Cashflow steigt auf 1,4 Milliarden Euro
  • Eurowings baut Marktanteil in Berlin aus
  • Kerosinkosten belasten mit 1,7 Milliarden Euro

Saisonale Verluste, explodierende Standortkosten und teures Kerosin. Die Rahmenbedingungen für die Deutsche Lufthansa bleiben anspruchsvoll. Parallel dazu zeigt das Auftaktquartal 2026 eine klare operative Erholung. Der Konzern profitiert von einer starken Nachfrage und hochprofitablen Töchtern.

Starker Cashflow federt Verlust ab

Im ersten Quartal steigerte die Airline ihren Umsatz spürbar auf 8,7 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich um 110 Millionen Euro. Es liegt nun bei minus 612 Millionen Euro. Der saisontypische Verlust fällt damit geringer aus als im Vorjahr.

Besonders der Mittelzufluss überrascht positiv. Der bereinigte freie Cashflow kletterte um 65 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Zeitgleich füllten sich die Flugzeuge besser. Die Auslastung erreichte knapp 82 Prozent, während die konzernweiten Stückerlöse stiegen.

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Technik und Billigtochter liefern

Ein verlässlicher Stabilitätsanker bleibt Lufthansa Technik. Die Wartungssparte steigerte ihren Umsatz auf 2,3 Milliarden Euro und verbuchte einen operativen Gewinn. Auch die Frachttochter Lufthansa Cargo legte beim Ergebnis zu.

Bei den Passagier-Airlines glänzt Eurowings. Die Billigtochter erhöhte ihre Stückerlöse um fast sieben Prozent. Konkurrenten ziehen sich zunehmend von deutschen Flughäfen zurück. Die Folge: Eurowings baut seine Präsenz in Berlin aggressiv aus. Dort hält die Lufthansa-Gruppe inzwischen rund 30 Prozent Marktanteil.

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Teurer Heimatmarkt

Die Kosten bleiben das größte Risiko. Allein beim Kerosin rechnet das Management für das laufende Jahr mit Mehrbelastungen von rund 1,7 Milliarden Euro. Um starke Preisschwankungen abzufedern, hat die Airline 80 Prozent ihres Jahresbedarfs bereits abgesichert.

Hinzu kommen die hohen Standortkosten in Deutschland. Steuern und Gebühren an heimischen Flughäfen haben sich seit 2019 teilweise mehr als verdoppelt. Branchenverbände kritisieren die deutsche Luftfahrtpolitik scharf. Auch geopolitische Spannungen im Nahen Osten bedrohen die Routenplanung.

Ausblick und Marktreaktion

Trotz dieser Hürden hält der Vorstand Kurs. Das operative Jahresergebnis soll den Vorjahreswert deutlich übertreffen. An der Börse reagieren Anleger abwartend. Die Aktie pendelt am Mittwoch um 7,71 Euro. Damit notiert das Papier leicht unter der 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund zehn Prozent auf der Kurstafel.

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