Dividendenerhöhung, neuer Aufsichtsratschef — und ein Arbeitskampf, der über 800.000 Passagiere getroffen hat. Lufthansas 73. Hauptversammlung am 12. Mai in Frankfurt wird kein Routinetermin.
Mehr Dividende, neues Führungspersonal
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Gesamtausschüttung von 396 Millionen Euro — rund 30 Prozent des Konzernergebnisses 2025. Damit bleibt Lufthansa klar im eigenen Zielkorridor von 20 bis 40 Prozent.
Personell steht ein doppelter Wechsel an. Dr. Johannes Teyssen soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender werden. Wolfgang Nickl, aktuell CFO der Bayer AG, kandidiert für einen frischen Sitz im Gremium — zunächst für drei Jahre bis zur Hauptversammlung 2029. Carsten Knobel hingegen scheidet nach acht Jahren aus dem Aufsichtsrat aus und stellt sich nicht mehr zur Wahl.
Streikwelle als Belastungstest
Das operative Umfeld hätte kaum unruhiger sein können. Zwischen dem 8. und 16. April legten Piloten und Kabinenpersonal dreier Gewerkschaften in fünf Streikwellen die Arbeit nieder. An den schlimmsten Tagen fielen in Frankfurt und München bis zu 90 Prozent der Lufthansa-Flüge aus.
Kein Wunder, dass die Stimmung vor der Hauptversammlung angespannt ist.
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Ein Schlichtungsverfahren scheiterte, weil sich beide Seiten nicht auf die Bedingungen einigen konnten. Der Kern des Konflikts: Löhne, Arbeitsbedingungen und ein lang schwelender Streit um Piloten-Pensionspläne.
Q1-Zahlen kommen zuerst
Noch vor der Hauptversammlung liefert Lufthansa erste Daten. Am 6. Mai erscheint der Quartalsbericht für das erste Quartal 2026. Dann zeigt sich, wie stark die Streikwelle das operative Ergebnis belastet hat.
Auf der Kostenseite gibt es zumindest einen Puffer: 77 Prozent des erwarteten Treibstoffbedarfs für 2026 sind durch Preissicherungsverträge abgedeckt. Wie tief der Gesamtschaden durch die Streiks ausfällt, werden die Q1-Zahlen sechs Tage vor der Hauptversammlung zeigen.
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