Der zweitägige Pilotenstreik bei der Lufthansa ist beendet und der Flugbetrieb läuft wieder nach Plan. Dennoch zeigt ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen ein klares Spannungsfeld auf: Während der Konzern operativ stark wächst und die Dividende anhebt, drücken hohe Kosten und geopolitische Flugausfälle auf die Margen.
Nach der Arbeitsniederlegung der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit normalisierte sich der Verkehr am Wochenende. Die Rückkehr zum regulären Flugplan liefert erste Stabilisierungstendenzen für den Kurs, der am Freitag bei 7,61 Euro schloss. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier jedoch ein Minus von gut 16 Prozent. Der ungelöste Tarifkonflikt um Gehälter und das betriebliche Rentensystem bleibt ein Unsicherheitsfaktor für die weitere operative Entwicklung.
Diskrepanz zwischen Zahlen und Marktreaktion
Fundamental präsentiert sich die Airline robust. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 meldete der Konzern einen Umsatzanstieg auf knapp 39,6 Milliarden Euro sowie ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis (EBIT) von 1,96 Milliarden Euro. Dass der Nettogewinn dennoch um drei Prozent auf 1,34 Milliarden Euro sank, verdeutlicht den anhaltenden Kostendruck. Investoren reagierten auf die Präsentation Anfang März mit Verkäufen, obwohl die Dividende von 0,30 auf 0,33 Euro je Anteilsschein steigen soll.
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Für 2026 peilt das Management ein EBIT von 2,3 Milliarden Euro an. Gestützt wird diese Prognose durch eine hohe Kerosin-Absicherungsquote von 82 Prozent sowie ein laufendes Turnaround-Programm, das unter anderem den Abbau von 4.000 Verwaltungsstellen bis 2030 vorsieht.
Geopolitik und Analystenstimmen
Neben den internen Umstrukturierungen belasten externe Faktoren die Bilanz. Wegen der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten hat die Lufthansa Group zahlreiche Verbindungen nach Dubai, Tel Aviv und Beirut ausgesetzt. Die notwendige Umgehung bestimmter Lufträume treibt den Treibstoffverbrauch durch längere Flugwege spürbar in die Höhe.
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Marktbeobachter bewerten die Aussichten vor diesem Hintergrund unterschiedlich:
* UBS: Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 9,50 Euro (dies entspricht exakt dem aktuellen 52-Wochen-Hoch).
* DZ Bank: Behält die Einstufung „Halten“ bei, hob den fairen Wert aber von 7,50 auf 8,60 Euro an.
* JP Morgan & Barclays: Positionieren sich neutral („Equal Weight“).
Kurzfristig richtet sich der Blick auf die mögliche Wiederaufnahme der Nahost-Routen, von denen einige planmäßig Ende März in den Flugplan zurückkehren sollen. Die nächste konkrete fundamentale Einordnung für Aktionäre folgt am 6. Mai mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal 2026, bevor am 12. Mai die Hauptversammlung über die vorgeschlagene Dividendenausschüttung abstimmt.
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