Zwei Streiktage, verlängerte Flugverbote in den Nahen Osten — und gleichzeitig die stärksten Jahreszahlen der jüngsten Konzerngeschichte. Lufthansa steckt dieser Tage in einem klassischen Widerspruch: kurzfristiger operativer Druck trifft auf fundamentale Stärke.
Piloten legen Betrieb teilweise lahm
Seit Donnerstagmittag streiken Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa CityLine — erstmals in diesem Tarifkonflikt auch die Regionalgesellschaft. Der Ausstand der Vereinigung Cockpit läuft noch bis heute Mitternacht. Rund 5.000 Piloten sind beteiligt, täglich fallen etwa 300 Flüge aus.
Vollständig zum Erliegen kommt der Betrieb trotzdem nicht. Lufthansa setzt Freiwillige, Konzernpartner und größere Maschinen ein, um mehr als die Hälfte der Kurzstreckenflüge und rund 60 Prozent der Langstrecken durchzuführen. Es ist bereits die zweite Streikwelle: Mitte Februar hatte ein eintägiger Ausstand rund 800 Flüge gekostet.
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Im Kern des Konflikts stehen Betriebsrentenreformen bei Cargo und der Kerngesellschaft sowie Gehaltsanpassungen bei CityLine, wo Piloten jährliche Erhöhungen von 3,3 Prozent fordern. Die Verhandlungen sind festgefahren.
Nahost-Sperren verschärfen die Lage
Parallel belastet eine verlängerte Streckensperrung den Konzern. Flüge nach Dubai bleiben für alle Gruppenairlines — darunter SWISS, Austrian Airlines, ITA Airways und Eurowings — bis zum 28. März ausgesetzt, 13 Tage länger als ursprünglich geplant. Beirut ist bis Ende März gesperrt, Tel Aviv bis zum 2. April, Teheran sogar bis zum 30. April.
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Rekordkurs 2025, ambitionierte Ziele für 2026
Diese Belastungen treffen einen Konzern, der 2025 mit 39,6 Milliarden Euro Umsatz und einem operativen Gewinn von 2 Milliarden Euro ein Rekordergebnis einfuhr. Besonders das Frachtgeschäft glänzte: Lufthansa Cargo steigerte sein bereinigtes EBIT um 29 Prozent auf 324 Millionen Euro, getragen von stabiler globaler Nachfrage und einem starken Asiengeschäft.
Für 2026 peilt das Management einen operativen Gewinn von 2,3 Milliarden Euro an — ein Plus von 19 Prozent. 82 Prozent des Kerosinbedarfs sind bereits abgesichert. Nahezu wöchentlich soll ein neues Flugzeug ausgeliefert werden, bis Jahresende sollen rund 30 Prozent der Flotte aus Maschinen der neuesten Generation bestehen. Ergänzt wird das durch ein Turnaround-Programm, das bis 2028 einen Ergebnisbeitrag von 2,5 Milliarden Euro leisten soll — unter anderem durch den Abbau von rund 4.000 Verwaltungsstellen bis 2030.
Zur Hauptversammlung am 12. Mai schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie vor, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Kurz zuvor, am 6. Mai, legt Lufthansa die Quartalszahlen für Q1 2026 vor — dann wird sich zeigen, wie stark Streik und Nahost-Sperren die Ergebnisentwicklung tatsächlich gebremst haben. Die Aktie notiert aktuell rund 13 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt, was die kurzfristige Skepsis der Märkte widerspiegelt.
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