Die Aktie des Fahrdienstleisters ist am Mittwoch im vorbörslichen Handel um mehr als 17 Prozent eingebrochen. Auslöser ist ein enttäuschender Quartalsbericht, der die Schwächen im Wettbewerb mit Uber offenlegt.
Umsatz weit unter den Erwartungen
Lyft meldete für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von 1,6 Milliarden Dollar – die Analysten hatten mit 1,76 Milliarden Dollar gerechnet. Das Unternehmen begründet die Lücke mit Rechts-, Steuer- und Regulierungskosten in Höhe von 168 Millionen Dollar. Bereinigt um diesen Effekt läge der Umsatz bei rund 1,8 Milliarden Dollar.
Besonders problematisch: Die Anzahl der Fahrten blieb mit 244 Millionen deutlich unter den erwarteten 256 Millionen. Lyft erklärt dies mit einer Strategie, die auf profitablere Kunden abzielt. Analysten werten dies jedoch als Zeichen zunehmenden Wettbewerbsdrucks.
Wachstum verlangsamt sich bedenklich
Die Bank of America spricht von einem „gemischten Quartal“, das das schwierige Wettbewerbsumfeld unterstreicht. Morgan Stanley wird noch deutlicher: Das US-Fahrtengeschäft von Lyft wachse nur noch im hohen einstelligen Prozentbereich, während Uber im mittleren bis hohen Teenagerbereich expandiere – und das bei 2,5-facher Größe.
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Die Buchungen erreichten 5,07 Milliarden Dollar und erfüllten damit knapp die Erwartungen von 5,06 Milliarden Dollar. Die aktiven Nutzer blieben mit 29,2 Millionen stabil. Das bereinigte EBITDA stieg um 37 Prozent auf 154,1 Millionen Dollar, die Marge verbesserte sich leicht auf 3,0 Prozent.
Ausblick enttäuscht zusätzlich
Für das erste Quartal 2026 rechnet Lyft mit Buchungen zwischen 4,86 und 5,0 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 17 bis 20 Prozent entspricht. Das bereinigte EBITDA soll bei 120 bis 140 Millionen Dollar liegen – die Margen bleiben damit praktisch unverändert.
Immerhin kündigte das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm über 1,0 Milliarde Dollar an. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Lyft einen Nettogewinn von 2,8 Milliarden Dollar, der allerdings hauptsächlich auf einen einmaligen Steuereffekt zurückgeht. Im operativen Geschäft bleibt der Gewinn bescheiden.
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