Die australische Investmentbank Macquarie beurteilt die Perspektiven des Seltene-Erden-Produzenten Lynas Rare Earths trotz einer Anpassung der Bewertungsmaßstäbe positiv.
Am Mittwoch senkten die Analysten ihr Kursziel für das Wertpapier von 20,00 A$ auf 19,00 A$, beließen ihre Einstufung jedoch unverändert auf „Outperform“. Der Schritt erfolgte vor dem Hintergrund der Transaktionsbedingungen, die das Unternehmen für den angestrebten Erwerb des Explorers Meteoric Resources vorgelegt hat.
Bedingungen des geplanten Aktientauschs
Die vertragliche Grundlage der Transaktion bildet eine verbindliche Vereinbarung zwischen beiden Gesellschaften. Vorgesehen ist, dass Lynas sämtliche Anteile an Meteoric Resources übernimmt. Im Gegenzug sollen die Anteilseigner des Zielunternehmens für jede gehaltene Aktie 0,0207 neue Anteile an Lynas erhalten.
Auf vollständig verwässerter Basis und berechnet über den volumengewichteten Durchschnittskurs entspricht dies einem impliziten Eigenkapitalwert von 968 Millionen A$.
Strategischer Zugriff auf brasilianisches Projekt
Durch die vollständige Übernahme sichert sich der Rohstoffkonzern den Zugriff auf das Caldeira-Projekt in Brasilien. Der Vollzug des Geschäfts ist allerdings an mehrere Bedingungen geknüpft. Neben der notwendigen Zustimmung der Aktionäre von Meteoric Resources bedarf die Umsetzung einer gerichtlichen Bestätigung. Zudem steht das Vorhaben unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen brasilianischen Regulierungsbehörden.
Marktreaktion und Kurserholung am Freitag
Die Bekanntgabe der Übernahmebedingungen hatte an den Märkten zunächst zu Kursverlusten geführt. Medienberichten zufolge führten Anleger den Preisrückgang am Ankündigungstag unmittelbar auf die Vereinbarung und die damit verbundene Verwässerung zurück. Am Freitag legte das Papier schließlich um 2,3 Prozent auf 8,05 Euro zu. Trotz dieses Zuwachses verharrt die Aktie mit einem Abstand von 42 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Die Kurszielanpassung von Macquarie spiegelt diese Abwägung zwischen langfristigem Ressourcenpotenzial und kurzfristigen Transaktionskosten wider. Während die Erschließung des Caldeira-Projekts neue Förderkapazitäten in Aussicht stellt, hängt der weitere Fortgang maßgeblich von den ausstehenden Entscheidungen der Behörden und Gerichte ab.
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