Die Zahlen hätten besser nicht sein können. Manhattan Associates hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen deutlich übertroffen – dennoch knickten die Aktien im nachbörslichen Handel zunächst um über 4% ein, bevor sie sich auf ein Plus von knapp 5% erholten. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,21 Dollar und lag damit klar über den prognostizierten 1,13 Dollar. Auch beim Umsatz glänzte der Software-Konzern: 270,4 Millionen Dollar standen zu Buche, Analysten hatten lediglich 264,68 Millionen Dollar erwartet.
Doch was steckt hinter dieser zunächst nervösen Reaktion? Offenbar brauchten Anleger Zeit, um die wahre Tragweite der vorgelegten Zahlen zu verdauen. Denn unter der Oberfläche schlummern beeindruckende Wachstumstreiber.
Cloud-Geschäft explodiert
Der eigentliche Star des Quartals war das Cloud-Segment. Die Einnahmen schossen um satte 20% auf 108,6 Millionen Dollar nach oben. Mehr noch: Manhattan verbuchte rekordhohe Cloud-Buchungen im Schlussquartal. CEO Eric Clark führt dies auf eine „beeindruckende Dynamik bei Neukunden“ zurück – 55% der neuen Cloud-Verträge im Gesamtjahr 2025 stammten von frischen Logos.
Besonders aufschlussreich: Das Unternehmen führte erstmals eine neue Kennzahl ein, die vollständig hochgerechnete ARR (Annual Recurring Revenue). Diese kletterte um 23% und übertraf die 600-Millionen-Dollar-Marke. Die Remaining Performance Obligation (RPO) – also die noch abzuarbeitenden Vertragsvolumina – schnellte um 25% auf 2,2 Milliarden Dollar hoch.
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Analysten bleiben optimistisch – mit Abstrichen
Raymond James reagierte prompt und senkte das Kursziel von 240 auf 230 Dollar, hielt aber am „Outperform“-Rating fest. Die Begründung: Man rechne zwar mit Software-Marktvolatilität, sehe aber „idiosynkratische Katalysatoren“ für nachhaltiges Abo-Wachstum von über 20%. Aktuell notiert die Aktie bei 169,73 Dollar – ein Minus von über 42% im Jahresvergleich.
Kann Manhattan die ambitionierte 21%-Wachstumsprognose für Cloud-Umsätze 2026 halten? Die Analysten von Raymond James zeigen sich zuversichtlich, dass die neuen Metriken die Zweifel ausräumen werden.
2026: Milliarden-Marke im Visier
Die Guidance für das laufende Jahr fällt bullish aus. Manhattan peilt Gesamterlöse zwischen 1,133 und 1,153 Milliarden Dollar an – weit über den Analystenerwartungen von 1,076 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 5,04 bis 5,20 Dollar steigen, auch hier liegen die Schätzungen mit 4,98 Dollar deutlich darunter.
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Das Unternehmen verstärkt massiv die Schlagkraft: Bereits im Januar 2026 stellte Manhattan 100 neue Service-Mitarbeiter ein. Der Fokus liegt auf der Monetarisierung von KI-Agenten und der beschleunigten Cloud-Migration von Bestandskunden. CFO Dennis betonte das Ziel: „Nachhaltiges zweistelliges Umsatzwachstum bei erstklassigen Betriebsmargen.“
Aktienrückkäufe laufen weiter
Im vierten Quartal kaufte Manhattan für 75 Millionen Dollar eigene Aktien zurück, aufs Gesamtjahr 2025 summiert sich das Rückkaufvolumen auf 275 Millionen Dollar. Der Vorstand genehmigte im Januar eine Aufstockung der Rückkauf-Autorisierung auf 100 Millionen Dollar. Die Cash-Position verbesserte sich zum Jahresende auf 328,7 Millionen Dollar – bei null Schulden.
Die operativen Cashflows sprangen im Schlussquartal um 40% auf 147 Millionen Dollar, die Free-Cashflow-Marge erreichte starke 52,7%. Für 2026 strebt das Management eine operative Marge zwischen 34,5% und 35% an.
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