Marriott Aktie: Kreditkarten-Coup

Marriott erwartet 2026 einen massiven Anstieg der Kreditkartengebühren um 35 Prozent und steigert die Ausschüttung an Aktionäre auf über 4,3 Milliarden Dollar.

Marriott Aktie
Kurz & knapp:
  • Kurs springt fast 10 Prozent auf Allzeithoch
  • Kreditkartengebühren steigen um 35 Prozent
  • Luxussegment wächst international stark
  • Aktionäre erhalten über 4 Mrd. Dollar

Die Marriott-Aktie setzte am Dienstag zu einem kraftvollen Sprung an und kletterte um beeindruckende 9,8 Prozent auf ein neues Allzeithoch von 363,54 Dollar. Der Auslöser: Das Hotelunternehmen kündigte einen massiven Anstieg der Gebühreneinnahmen aus seinem Co-Branding-Kreditkartengeschäft an – ein Plus von 35 Prozent für 2026.

Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 fielen gemischt aus. Mit einem Gewinn je Aktie von 2,58 Dollar verfehlte Marriott knapp die Analystenerwartung von 2,61 Dollar. Der Umsatz übertraf mit 6,69 Milliarden Dollar hingegen leicht die Prognose von 6,67 Milliarden Dollar. Doch die Investoren konzentrierten sich auf die Zukunft – und die sieht rosig aus.

Royalty-Rate steigt deutlich

Hinter dem Gebührensprung stecken zwei Faktoren: Zum einen steigen die Ausgaben auf Marriotts Co-Branding-Kreditkarten weiter kräftig an, besonders in internationalen Märkten wie Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zum anderen konnte Marriott die Royalty-Rate erhöhen – also den Anteil der Zahlungen von Kreditkartenunternehmen, der direkt in die Franchise-Gebühren fließt.

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CFO Leenie Oberg erklärte, dass eine langjährige vertragliche Beschränkung dieser Rate kürzlich geändert werden konnte. Das Unternehmen profitiert nun stärker von der Größe und Effizienz seines Bonvoy-Treueprogramms, das mittlerweile 271 Millionen Mitglieder zählt. Für 2026 rechnet Marriott mit Bruttogebühreneinnahmen zwischen 5,9 und 5,96 Milliarden Dollar – nach 5,44 Milliarden Dollar in 2025.

Luxussegment boomt weiter

Die operativen Zahlen zeigen eine gespaltene Entwicklung: Während das Luxussegment mit einem globalen Umsatzwachstum von über 6 Prozent glänzte, schwächelte das Budget-orientierte Select-Service-Segment in den USA mit einem Minus von 1,8 Prozent. CEO Tony Capuano betonte, dass die internationale Nachfrage nach Luxusunterkünften „nahezu unersättlich“ sei.

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Für 2026 erwartet Marriott ein Wachstum beim RevPAR – Umsatz pro verfügbarem Zimmer – von 1,5 bis 2,5 Prozent. Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko soll dabei 30 bis 35 Basispunkte zum globalen Wachstum beitragen. Das Nettowachstum der Zimmeranzahl soll auf 4,5 bis 5 Prozent beschleunigen, nachdem das Unternehmen Ende 2025 bereits knapp 1,78 Millionen Zimmer in fast 9.800 Objekten weltweit zählte.

Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 2026 um 13 bis 15 Prozent auf 11,32 bis 11,57 Dollar steigen. Marriott plant zudem, über 4,3 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurückzugeben – nach bereits über 4 Milliarden Dollar in 2025.

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