Marsh McLennan Aktie: Solider Jahresauftakt

Der Versicherungs- und Beratungskonzern startet mit robusten Quartalszahlen ins Jahr 2026, trotz Preisdruck und einer Sonderbelastung durch den Greensill-Fall.

Marsh McLennan Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und bereinigter Gewinn je Aktie steigen um 8 Prozent
  • Organisches Wachstum trotz sinkender Versicherungstarife
  • 425 Millionen Dollar Rückstellung für Greensill-Fall
  • Aktive Übernahmepipeline und Kapitalrückführungen geplant

Marsh McLennan hat den Auftakt ins Geschäftsjahr 2026 mit robusten Zahlen absolviert. Der Umsatz kletterte im ersten Quartal um 8 Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie stieg ebenfalls um 8 Prozent auf 3,29 Dollar. Trotz eines anhaltend weichen Versicherungsmarkts reagierten die Anleger gelassen positiv — die Aktie legte vorbörslich leicht zu.

Preisdruck, aber stabiles Wachstum

Das Marktumfeld bleibt herausfordernd. Die weltweiten Versicherungstarife im gewerblichen Bereich sanken im ersten Quartal im Schnitt um 5 Prozent, Rückversicherungspreise gaben teils sogar zweistellig nach. Wer in einem solchen Umfeld 4 Prozent organisches Umsatzwachstum erzielt, zeigt, dass das Geschäftsmodell mehr ist als eine reine Prämienmaschine.

Besonders stark entwickelte sich das Beratungssegment mit einem Umsatzplus von 11 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Im Risikoversicherungsgeschäft stieg der Umsatz um 6 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Die bereinigte operative Marge blieb stabil bei 31,8 Prozent — und markiert damit das 19. Jahr in Folge mit Margenwachstum, sofern das Jahresziel erreicht wird.

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Belastung durch Greensill-Rechtsstreit

Ein Wermutstropfen trübte das Quartal: Eine Rückstellung von 425 Millionen Dollar im Zusammenhang mit der Greensill-Capital-Insolvenz aus dem Jahr 2021 drückte den GAAP-Nettogewinn auf 1,14 Milliarden Dollar — nach 1,38 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Bereinigt um diese und weitere Sonderposten stieg das Nettoergebnis dagegen auf 1,6 Milliarden Dollar.

Für das laufende Jahr plant das Unternehmen, rund 5 Milliarden Dollar an Kapital einzusetzen — verteilt auf Dividenden, Zukäufe und Aktienrückkäufe. Allein im ersten Quartal flossen 750 Millionen Dollar in Rückkäufe, 440 Millionen in Dividendenzahlungen. Die Pipeline für Übernahmen gilt als aktiv; der geplante Erwerb des Privatmarkt-Asset-Managers AltamarCAM mit rund 20 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen soll noch im Jahresverlauf abgeschlossen werden.

Für den Rest des Jahres 2026 rechnet das Management mit einem ähnlichen organischen Wachstumsniveau wie in 2025, verbunden mit weiterer Margenverbesserung — stärker ausgeprägt im zweiten Halbjahr als im ersten.

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