Marsh & McLennan meldet für das vierte Quartal 2025 einen Umsatz von 6,6 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn je Aktie kletterte um 10 Prozent auf 2,12 Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 summiert sich der Umsatz auf 27 Milliarden Dollar, das organische Wachstum lag bei 4 Prozent. Doch die Frage drängt sich auf: Kann der Versicherungsmakler dieses Tempo halten?
KI-Offensive und Aktienrückkäufe
Bemerkenswert: Marsh hat 2025 Aktien im Wert von 2 Milliarden Dollar zurückgekauft – der höchste Betrag in der Unternehmensgeschichte. Die Dividende wurde um 10 Prozent auf 0,90 Dollar je Aktie erhöht. Parallel dazu investiert das Unternehmen massiv in künstliche Intelligenz und digitale Infrastruktur. CEO John Doyle betont die Vorreiterrolle: „Wir sind frühe Akteure bei KI.“ Dutzende KI-gestützte Produktivitätstools wurden bereits eingeführt, neue Technologien wie Sentrisk und Ada sollen das Geschäft weiter ankurbeln.
Die operative Marge verbesserte sich im vierten Quartal um 40 Basispunkte auf 23,7 Prozent – das 18. Jahr in Folge mit Margenexpansion. Der freie Cashflow schoss um 25 Prozent auf 5 Milliarden Dollar nach oben.
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Preisdruck im Rückversicherungsmarkt
Doch nicht alles läuft rund. Im Rückversicherungsgeschäft drücken fallende Preise auf die Erträge. Nach dem Marsh Global Insurance Market Index sanken die gewerblichen Versicherungspreise im vierten Quartal um 4 Prozent, angetrieben vor allem durch Immobilienversicherungen. Die Preise für Katastrophen-Rückversicherungen gaben zweistellig nach – ein Resultat des Kapitalüberhangs bei den Rückversicherern.
Die Sparte Guy Carpenter wuchs im Quartal um 5 Prozent, musste aber gegen schwierige Marktbedingungen ankämpfen. Das Kasualitätsgeschäft bleibt dagegen ein Lichtblick: Hier steigen die Preise weiter, getrieben von einem härteren Haftungsumfeld in den USA.
Rechenzentren als Wachstumstreiber
Ein neues Geschäftsfeld bietet enormes Potenzial: Digitale Infrastruktur, insbesondere Rechenzentren. Marsh betreute 2025 in den USA Rechenzentrums-Bauprojekte mit einem Volumen von 205 Milliarden Dollar und beansprucht die Marktführerschaft für sich. In den kommenden fünf Jahren sollen weltweit 2.000 bis 3.000 neue Rechenzentren entstehen – geschätzte Investitionen von 3 Billionen Dollar.
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Das Unternehmen hat mit Nimbus eine spezielle Versicherungsfazilität aufgebaut, die kürzlich ihre Kapazität auf 2,7 Milliarden Dollar verdoppelte. Die Risiken bei diesen Megaprojekten sind gewaltig, einzelne Standorte können Milliardenwerte repräsentieren.
Ausblick unter Vorbehalt
Für 2026 erwartet Marsh ein organisches Wachstum auf ähnlichem Niveau wie 2025. Rund 5 Milliarden Dollar sollen für Dividenden, Akquisitionen und Aktienrückkäufe bereitgestellt werden. Doch Doyle warnt: Die Welt befinde sich in einer Ära der „Polykrisen“ – geopolitische Spannungen, Handelskriege und KI-Disruption schaffen ein hochkomplexes Umfeld für Kunden.
Die Marsh-Aktie notiert aktuell bei rund 222 Dollar. Ob der Titel die Dynamik halten kann, hängt davon ab, wie schnell das Unternehmen seine KI-Investitionen monetarisiert und ob die neuen Geschäftsfelder den Preisdruck im Kerngeschäft kompensieren können.
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