Marvell: 122 Prozent seit Jahresbeginn

Marvell Technology nähert sich der 200-Dollar-Marke und treibt mit KI-Chips und Optik-Innovationen das Wachstum voran.

Marvell Technology Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie erreicht neues Allzeithoch
  • Fokus auf 1,6T-Datenzentrum-Verbindungen
  • Wachstum bei kundenspezifischen KI-Prozessoren
  • Quartalszahlen als wichtiger Stimmungstest

Marvell Technology steht vor einer richtungsweisenden Woche. Die Aktie notiert mit 169,28 Euro nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch – dem Allzeithoch von 169,28 Euro, das am Freitag eingestellt wurde. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, plus 122 Prozent. Und jetzt rückt die Marke von 200 US-Dollar in greifbare Nähe.

Technische Hürde auf dem Weg zur 200-Dollar-Marke

Der Freitag brachte einen Kurssprung von 3,2 Prozent, die Wochenbilanz summiert sich auf rund 11 Prozent. Damit liegt die Aktie in Reichweite der psychologisch wichtigen 200-Dollar-Marke, die im US-Handel noch nicht geknackt ist. Die Kursexplosion ist bemerkenswert: Vor zwölf Monaten stand der Kurs bei gut 53 Euro, inzwischen liegt das Plus bei über 200 Prozent.

Technische Analysten verweisen auf ein mögliches Konsolidierungsmuster. Der jüngste Kursverlauf deutet auf eine Verschnaufpause hin, bevor die nächste Bewegung einsetzt. Die Frage ist, ob genügend Momentum für einen Ausbruch über die Rekordmarke bleibt.

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Optische Technologien als Wachstumsmotor

Der strategische Fokus des Unternehmens liegt auf der nächsten Generation von Datenzentrum-Verbindungen. Marvell treibt den Wechsel von 800G auf 1,6T-Konnektivität voran. Die Übernahme von Polariton Technologies spielt dabei eine Schlüsselrolle: Das Startup bringt plasmonikbasierte Modulation mit Silizium-Photonik zusammen.

Langfristig zielt Marvell auf 3,2T-Verbindungen und mehr – eine Voraussetzung für die immer leistungshungrigeren KI-Datenzentren der Hyperscaler. Die Investitionen in co-packaged Optics und Silizium-Photonik gelten als langfristiger Wettbewerbsvorteil.

Kundenprozessoren für KI

Parallel dazu wächst das Geschäft mit kundenspezifischen KI-Prozessoren. Analysten schätzen, dass Marvell langfristig 20 bis 25 Prozent des Marktes für Custom-ASICs erobern kann. Mehr als 20 Design-Wins für KI-Chips sind in der Pipeline und sollen in den kommenden Geschäftsjahren in Produktion gehen.

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Der Ausblick ist ambitioniert: Der Umsatz soll im laufenden Geschäftsjahr auf rund 11 Milliarden Dollar steigen – ein Plus von etwa 34 Prozent. Die Nachfrage nach maßgeschneiderten Chips für KI-Workloads treibt diese Entwicklung maßgeblich.

Quartalszahlen als Stimmungstest

Mitte der Woche legt Marvell die Zahlen für das erste Quartal vor. Die Markterwartung liegt bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,79 bis 0,80 Dollar. Bestätigt das Unternehmen diese Prognose, dürfte der positive Trend gestützt werden.

Im Fokus stehen zudem die Fortschritte bei der Integration der jüngsten Akquisitionen – Celestial AI und XConn Technologies. Beide sollen dazu beitragen, die steigende Nachfrage nach Datenzentrum-Verbindungen zu bedienen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Aktie den Schwung bis zur 200-Dollar-Marke mitnehmen kann oder ob eine Konsolidierung ansteht.

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