Starke Kursgewinne, aber auch hohe Erwartungen. Bei Marvell Technology klaffen Euphorie und fundamentale Realität zunehmend auseinander. Die kommende Woche mit Bilanzen der großen Tech-Giganten wird zum Stresstest für die hoch bewertete Halbleiteraktie.
Seit Jahresbeginn schoss der Kurs um über 82 Prozent nach oben. Am Freitag schloss die Aktie bei 139,08 Euro. Damit notiert das Papier hauchdünn unter seinem Rekordhoch.
Dieser rasante Anstieg beruht kaum auf aktuellen Gewinnen. Der Grund: Die Rally treibt fast ausschließlich eine Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren. Marvell wird aktuell mit einem KGV von knapp 54 bewertet. Das liegt spürbar über dem Branchendurchschnitt. Analysten sehen den fairen Wert der Aktie längst überschritten.
Optische Netzwerke als Wachstumstreiber
Die hohe Bewertung fußt auf konkreten Aufträgen. Marvell sichert sich zunehmend lukrative Verträge mit Cloud-Anbietern. Bislang verbucht der Konzern 18 bestätigte Design-Wins in diesem Bereich. Diese bringen über Jahre hinweg verlässliche Einnahmen.
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Besonders das Geschäft mit optischen Verbindungen wächst rasant. Diese Bauteile funktionieren unabhängig vom verwendeten Hauptprozessor. Allein diese Sparte soll im kommenden Geschäftsjahr um über 50 Prozent wachsen.
Rechenzentren machen mittlerweile den Großteil des Gesamtumsatzes aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterten die Erlöse um 42 Prozent auf rund 8,2 Milliarden US-Dollar.
Tech-Giganten geben den Takt vor
Marvell selbst legt erst Ende Mai neue Zahlen vor. Der Fokus richtet sich in den kommenden Tagen auf andere Akteure. Microsoft, Alphabet, Meta und Amazon präsentieren ihre Quartalsergebnisse. Dabei achten Investoren penibel auf die geplanten Investitionen in Künstliche Intelligenz.
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Alphabet und Meta wollen ihre Ausgaben für KI-Infrastruktur drastisch erhöhen. Jede Aufwärtskorrektur dieser Budgets stützt die Umsatzprognosen von Marvell. Kürzen die Tech-Riesen hingegen ihre Investitionen, droht der hoch bewerteten Aktie ein massiver Rückschlag.
Parallel dazu rücken makroökonomische Daten in den Blickpunkt. Am Donnerstag folgen erste Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal. Schwaches Wachstum gepaart mit hartnäckiger Inflation würde die US-Notenbank unter Druck setzen. Ein solches Szenario belastet zinssensible Wachstumsaktien wie Marvell stark.
Ein weiteres Detail mahnt zur Vorsicht. In den vergangenen drei Monaten trennten sich Insider von Aktien im Wert von gut 26 Millionen US-Dollar. Käufe aus der Führungsetage gab es in diesem Zeitraum nicht. Spätestens Ende Mai muss das Management bei der eigenen Bilanzvorlage liefern. Dann fordert der Markt harte Umsatzprognosen für die neuen KI-Partnerschaften.
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